Bundesliga - Stuttgart zieht mit Bayern gleich

Eurosport - Sa 16.Mai. 18:34:00 2009

In der Mercedes-Benz-Arena hat der VfB Stuttgart gegen Energie Cottbus einen nie gefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg eingefahren und sich somit alle Chancen für das Saisonfinale der Bundesliga offen gehalten. Kapitän Thomas Hitzlsperger mit einem Freistoß (20.) und Cacau (77.) sorgten für den wichtigen Sieg.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Stuttgart-Cottbus, Lanig - 0

Entsprechend stolz äußerte sich Teamchef Markus Babbel vom VfB Stuttgart: "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das war in der Rückrunde eine Aufjoljagd, wie ich sie noch nie zuvor in der Bundesliga gesehen habe. Wir haben jetzt eine glänzende Ausgangsposition. Wir werden jetzt unsere Kräfte sammeln und versuchen, in München das Unmögliche noch möglich zu machen."

Trainer Bojan Prasnikar von Energie Cottbus war entäuscht aber nicht von seiner Mannschaft: "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, aber Stuttgart ist eine unglaubliche starke Mannschaft. Wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel nach vorne gesucht und auf unsere Chance zum Ausgleich gelauert. Nach dem Lattentreffer von Shao haben wir nach einem Konter das 0:2 bekommen, da war das Spiel verloren."

1.Halbzeit

Es war ein verhaltener Beginn in der Mercedes-Benz-Arena. Stuttgart versuchte den Ball durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, Cottbus beschränkte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter. Die erste erwähnenswerte Möglichkeit erspielte sich der VfB über die starke rechte Seite. Allerdings kam Ciprian Marica vor dem Tor nicht hinter den Ball und verfehlte knapp (8.). Die Hausherren hatten im Anschluss das Spiel unter Kontrolle, spielten geduldig und bestimmt nach vorne. Trotzdem fehlte vor dem Tor der letzte Biss. Auch wenn Cacau in der achten Minute das Tor nur knapp verfehlte, als er den Ball aus 14 Metern ans Außennetz hämmerte. Ermöglicht wurde diese Chance durch eine sehenswerte Kombination über Ludovic Magnin und Timo Gebhart auf der rechten Außenbahn. Es war eine Standardsituation, die das verdiente 1:0 für den VfB brachte. Thomas Hitzlspergers Freistoß aus gut 40 Metern ging an Freund, Feind und am überraschten Gerhard Tremmel vorbei ins Netz (20.).

Cottbus konnte den flinken Außenpositionen und der Ballsicherheit nichts entgegensetzen und Trainer Bojan Prasnikar haderte an de Seiteinlinie mit seinen Spielern, da diese zu passiv agierten. Anders Stuttgart, das zwar keinen Sturmlauf einläutete, aber in der 36. Minute noch ein zweites Tor hätte drauflegen müssen. Timo Gebhart aber kam in Rücklage und schoss das Leder weit über das Tor. Bis zur Pause kontrollierte Stuttgart das Spiel und ging mit der verdienten Führung in die Kabine.

2. Halbzeit

Cottbus begann mit viel mehr Engagement und begegnete den Hausherren in der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe. Wobei zugegebenermaßen das Niveau der Partie nach dem Pausentee erschreckend durchschnittlich war. Der VfB konnte sein souveränes Spiel nicht weiter durchziehen und war bis zur Einwechslung von Mario Gomez in der 67. Minute äußerst harmlos in der Offensive. Einzig Hilbert verpasste die Führung nach einer hohen Flanke aus spitzem Winkel (52.). Doch auch den Gästen fehlte die nötige Durchschlagskraft im Sturm. Obwohl den Lausitzern mit einem Konter und dem einzigen ansprechenden Angriff in der zweiten Halbzeit beinahe der Ausgleich geglückt wäre:

Jiayi Shao wurde von Ervin Skela mit einem Steilpass gut in Szene gesetzt, scheiterte aber mit seinem Schuss über Lehmann hinweg an der Querlatte. Praktisch im Gegenzug macht Stuttgart alles klar: Gomez setzte sich im Strafraum gegen zwei Abwehrspieler durch, passte auf Cacau, der alleine vor Keeper Tremmel die Nerven behielt und zur 2:0-Führung einschob (78.).

Im Anschluss daran waren offensichtlich nicht nur die VfB-Fans bereits beim nächsten und letzten Spieltag, die mit "Zieht den Bayern die Lederhosen aus"-Sprechchören ihrer Vorfreude auf das Endspiel um die direkte Champions-League-Qualifikation oder sogar die Meisterschaft gegen Bayern nächsten Samstag in der Allianz-Arena Ausdruck verliehen.

Spieler des Spiels:

Thomas Hitzlsperger war wieder einmal der ruhende Pol in einer souverän aufspielenden Stuttgarter Hintermannschaft. Mit seinem wichtigen 1:0 per Freistoß ebnete er Tür und Tor für den Sieg und die Hoffnung auf die Meisterschaft, bzw. die direkte Qualifikation für Champions-League.

Andreas Benjamin Krieger / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

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  1. Vielleicht klappts ja diesmal gegen ST.Petersburg,.

    Von metzgermanni82, am Sa 16.Mai. 19:21
  2. jetz können alle dummschwätzer langsams Maul halten,von­ wegen Bayern bleibt am ende der sieger,verlierer Pokal­ ,viel spass damit.Ich meine Donezk is natürlich auch ne­ heisse nummer!!!!!

    Von metzgermanni82, am Sa 16.Mai. 19:19
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