Eurosport - Sa 16.Mai. 18:10:00 2009
Dank eines überragenden Lars Stindl hofft der Karlsruher SC weiter auf den Klassenerhalt. Beim 3:1(2:0)-Sieg bei Werder Bremen erzielte er die ersten beiden Treffer (28./39.). In der zweiten Hälfte sorgte Alexander Iashvili für die Entscheidung (54.), ehe Hugo Almeida verkürzte (73.).
"Wir werden alles machen, um das Wunder wahr zu machen", so schilderte Torhüter Markus Miller die Situation des KSC nach der Partie.
Denn der Karlsruher SC darf sich auch noch am letzten Spieltag berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Dank der Patzer der Konkurrenz und dem dritten Rückrundensieg liegen die Badener nunmehr noch einen Punkt und ein Tor hinter Arminia Bielefeld, die den Relegationsplatz belegen. Somit kommt es nächsten Samstag im Heimspiel gegen Hertha BSC zu einem "Endspiel" (Manager Rolf Dohmen).
Werder Bremen fährt hingegen mit einer Niederlage nach Istanbul, wo am Mittwoch das UEFA-Cup-Endspiel gegen Schachtjor Donezk ansteht.
Während "Ede" Becker seine Elf auf nur zwei Positionen veränderte, schonte Thomas Schaaf wieder einige Akteure. Bei Karlsruhe ersetzte Matthias Langkamp den gesperrten Dino Drpic in der Innenverteidigung. Für Andreas Görlitz begann Stefano Celozzi hinten rechts in der Viererkette.
Im Vergleich zum überragenden 5:0-Sieg gegen die Frankfurter Eintracht verzichtete Schaaf auf fünf potentielle Stammspieler.
Statt Clemens Fritz und Sebastian Boenisch besetzten Petri Pasanen und Dusko Tosic die Außenverteidigerposten. Im Mittelfeld ersetzte Jurica Vranjes Peter Niemeyer. Während gegen Frankfurt noch Claudio Pizarro und Markus Rosenberg stürmten, begannen heute Hugo Almeida und Martin Harnik. Außerdem durfte Diego für den zuletzt überragenden Özil von Beginn an zaubern. Es war das letzte Heimspiel für Diego im Trikot der Werderaner, er wechselt nach der Saison voraussichtlich zu Juventus Turin. Rotationsprinzip à la bonheur.
1.Halbzeit:
Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Nachdem Sebastian Prödl zunächst im Strafraum ein Luftloch schlug, konnte er sich danach gegen Lars Stindl nur mit einem Foul behelfen. Schiedsrichter Michael Kempter entschied berechtigterweise auf Strafstoß. Doch Tim Wiese machte seinem Ruf als "Elfer-Killer" alle Ehre. Den gut platzierten Schuss von Marco Engelhardt holte der Schlussmann mit einer sensationellen Parade aus der linken Ecke (3.).
In der Folgezeit übernahm Werder immer mehr die Spielkontrolle und kam zu mehreren hochkarätigen Chancen. Zunächst scheiterte Baumann völlig freistehend am gut reagierenden Miller (16.), dann vergab Almeida eine Doppelchance. Erst rettet Langkamp auf der Linie, dann rettete der Pfosten (26./27.). Es schien nur noch eine Frage der Zeit bis die Bremer das Führungstor erzielen würden. Wie aus dem Nichts kam dann auch das Führungstor der Badener.
Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite durch Celozzi köpfte Lars Stindl unbedrängt ein (28.). Petri Pasanen verlor das entscheidende Kopfballduell und sah dabei nicht gut aus. Bremen schien geschockt und der KSC witterte seine Chance.
Sechs Minuten vor der Pause war es erneut der überragende Stindl, der das 2:0 erzielte. Mit seinen Volleyschuss aus 18 Metern überwand er den chancenlosen Wiese.
2.Halbzeit:
Hatte der erste Durchgang noch einige Highlights zu bieten, verflachte die Partie nun vollständig. Bremen schien mit den Gedanken bereits in Istanbul zu sein, so lässt sich auch die Auswechslung von Trainer Schaaf erklären, der Torsten Frings zur Halbzeit auswechselte.
Das Spiel begann träge, umso überraschender war es, dass der erste gefährliche Angriff gleich zum Torerfolg führte. Nach guter Vorarbeit von Sebastian Freis war es Alexander Iashvili, der den Ball aus fünf Metern unter die Latte donnerte (54.).
Über die nächsten fünfzehn Minuten darf man getrost den Mantel des Schweigens ausbreiten. Erst ein Kopfball von Harnik und die daraus resultierende Glanzparade von Miller ließen die Bremer aus ihrer Lethargie aufwachen (70.).
Nur drei Minuten später war es der eingewechselte Özil, der Almeida mustergültig bediente. Freistehend vor Miller wehrte der Schlussmann zunächst ab, den Nachschuss brachte Almeida aber im Tor unter (73.).
Die letzte Chance der Partie hatte der scheidende Brasilianer Diego, dem es verwehrt blieb, sich mit einem Treffer aus dem Weserstadion zu verabschieden. Sein Schuss flog über den Kasten (83.)
Spieler des Spiels: Lars Stindl
Der U-20-Nationalspieler erzielte nicht nur die ersten beiden KSC-Treffer, er war es auch, der vor dem Elfmeter gefoult wurde. Unermüdlich trieb der Youngster seine Mannen nach vorne und war Garant für den Auswärtserfolg.
Kommentare 1 - 2 of 2
ja mann gelb, wie gegen leverkusen
Wir sollten auch gegen Berlin in Gelb spielen :D den das hilft anscheinend
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