München (dpa) - Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm bleibt wohl doch länger beim FC Bayern München. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, verlängerte der 24 Jährige seinen bis 2009 laufenden Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2012.
«Es hat jetzt sehr viele gute Gespräche mit dem Vorstand, aber auch mit dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann gegeben», sagte Lahm, «und dabei habe ich eine große Aufbruchsstimmung gespürt, die mich überzeugt hat.» Lahm hat nun vor der am 7. Juni beginnenden Europameisterschaft, für die er in den vorläufigen Kader nominiert worden war, Planungssicherheit für seine Zukunft.
Zuletzt hatte Lahn auch mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt und angezweifelt, ob der FC Bayern schon in der kommenden Saison die Klasse für den Finaleinzug in der Champions League habe. Weiterhin glaube er nicht daran, bereits im nächsten Jahr das Finale der Champions League erreichen zu können. «Aber ich bin jetzt doch sehr zuversichtlich, dass wir es in näherer Zukunft schaffen können», sagte der Verteidiger, der vor allem in Klinsmanns taktische Arbeit und seine Trainingsmethoden großes Vertrauen hat. «Ich glaube, dass sein Weg auch in München funktionieren wird», lobte er seinen WM- Trainer von 2006.
Klinsmanns Pläne sowie die Zusage des Vereins, auch künftig in neue Spieler investieren zu wollen, hätten seine Entscheidung beeinflusst, begründete der gebürtige Münchner. «Denn nach dem nationalen Erfolg, den wir jetzt hatten, muss eben der nächste Schritt kommen.» Der Kern der Mannschaft müsse zusammenbleiben, betonte Lahm. Doch weitere Zugänge, «die internationale Klasse haben», seien notwendig, um auch international erfolgreich zu sein. «Und das tun zu wollen, hat mir der Verein versichert.» Zudem würde den 39-maligen Nationalspieler sicher auch die mögliche Nachfolge von Oliver Kahn als Bayern-Kapitän reizen.
Lahm, dem konkrete Offerten des FC Barcelona und von Manchester United vorlagen, hatte vor drei Wochen eine Erklärungsfrist des Vereins verstreichen lassen, worauf die Bayern ihr Angebot zurückgezogen hatten.


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