Max Mosley hat angekündigt, dass er in Monaco wieder im Rahmen eines Formel-1-Rennens auftreten wird - erstmals seit Bekanntwerden seiner Sexaffäre mit angeblichem Nazi-Beigeschmack Ende März in London. Doch wie schon bei seinem Besuch bei der Jordanien-Rallye ist er im Fürstentum nicht willkommen.
Die Grimaldi-Familie hat laut 'Daily Mail' sogar erwirkt, dass Mosley nicht in seiner offiziellen Funktion als FIA-Repräsentant zum Grand Prix kommen darf, sondern nur als ganz normaler Besucher. Die FIA wird beim wichtigsten Rennen des Jahres durch Mosleys Stellvertreter Marco Piccinini vertreten sein. Außerdem haben die Grimaldis klargestellt, dass sie von Mosley abgeschirmt werden wollen, damit sie nicht mit ihm fotografiert werden können.
Mosley ist entgegen der Tradition auch nicht zum Galadinner von Fürst Albert eingeladen. Für den Briten ist dies ein herber Rückschlag, denn er hatte ursprünglich gehofft, in Monaco zu beweisen, dass die Sexaffäre seiner Tätigkeit nicht schadet und nur eine reine Privatangelegenheit ist. Doch nach den Stellungnahmen von vier Automobilherstellern ist die ablehnende Haltung der Grimaldis nun der nächste Rückschlag für den FIA-Präsidenten.
Zuletzt war Mosley bei der Jordanien-Rallye offiziell als FIA-Präsident aufgetreten. Doch auch wenn er dort im Gegensatz zum Bahrain-Grand-Prix nicht offiziell ausgeladen wurde, so erfreute sich ein Abendessen mit ihm keines allzu großen Zuspruchs. Außerdem wussten die meisten Teamchefs nicht, wie sie mit Mosley umgehen sollen, und im Nachhinein wurde sein Jordanien-Besuch von vielen als Reinfall gewertet.


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