Eurosport - Mi 16.Apr. 20:01:00 2008
Im Spiel beim Vorletzten aus Jena konnte Tabellenführer Mönchengladbach der Favoritenstellung nicht gerecht werden. Eine 2:0-Halbzeitführung konnten die Fohlen nur dank der besseren Chanceauswertung durch einen Doppelpack von Roberto Colautti zum 2:2-Endstand ausgleichen.
1. Halbzeit:
Vor 13.000 Zuschauern auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld tasteten sich der Tabellenführer aus dem Rheinland und die Gastgeber aus Thüringen nur kurz ab. Dann setzte Jena den ersten Paukenschlag: Mit gutem Auge schickte Jan Simak seinen Stürmer Marcel Schied in den Strafraum, der den "Fohlen"-Keeper Christopher Heimeroth tunnelte und den Führungstreffer markierte (9.).
Eine Trotzreaktion des düpierten Tabellenführers folgte dem Rückstand allerdings nicht. Die "Fohlen-Elf" agierte behäbig und konnte sich kaum einmal echte Chancen herausarbeiten. Auch die Einwechselung von Soumaila Coulibaly, die Coach Luhukay schon in der 22. Minute vornahm, brachte keinen frischen Wind. Erst in der Schlussviertelstunde gelang es vor allem durch den Einsatz des agilen Sascha Rösler, Carl-Zeiss in die eigene Hälfte zu drängen. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte jedoch wieder Jena. Einen Schuss von Tobias Werner konnte Heimeroth nur vor die Füße von Schied abklatschen lassen, der mit seinem zweiten Treffer die Führung zum 2:0-Pausenstand ausbaute (45+1.).
2. Halbzeit:
War die erste Halbzeit noch relativ ruhig verlaufen, hagelte es im zweiten Durchgang Torraumszenen im Minutentakt. Allagui (47., 51.), Schied (50.) und Simak (58.) hätten die Führung mit hochkarätigen Chancen erhöhen können. Doch auch Mönchengladbach spielte jetzt mit und erarbeitete sich langsam eine Feldüberlegenheit. In der 53. Minute zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Diesmal hatte der Linienrichter jedoch noch die Fahne oben und annulierte den Treffer. In der 64. Minute war Keeper Khomutovski jedoch machtlos, als Marco Marin auf Roberto Damian Colautti flankte, der zum Anschlusstreffer einnetzte (64.).
Damit nicht genug: Nach einem zurecht nicht gegebenen Elfmeter beschwerte sich Jena-Trainer Henning Bürger derart heftig, dass ihn Schiedsrichter Weiner auf die Tribüne verbannte (74.). Nur zwei Minuten später folgte der Ausgleich. Erneut war es eine Co-Produktion von Marin und dem eingewechselten Colautti, die Mönchengladbach den Ausgleich und Jena um den Sieg brachte. So entrissen die Thüringer dem Tabellenführer zwar einen Punkt hätten aber angesichts zahlreicher großer Torchancen durchaus einen hohen Sieg erringen können.
Spieler des Spiels:
Jan Simak war der Motor im Spiel von Carl Zeiss Jena und brachte mit seinen blitzgescheiten Pässen den haushohen Favoriten aus Mönchengladbach an den Rand der Niederlage.
Jonas Steldinger / Eurosport