Oslo-Holmenkollen - Tscheresow siegt, Greis Vierter

Eurosport - So 16.Mrz. 08:16:00 2008

Iwan Tscheresow hat die Verfolgung beim Weltcup-Finale in Oslo für sich entschieden. Der Russe setzte sich vor dem Österreicher Fritz Pinter und Emil Hegle Svendsen aus Norwegen durch. Michael Greis und Michael Rösch belegten die Ränge vier und fünf, Andreas Birnbacher wurde Neunter.

BIATHLON Ivan Tcherezov Russia - 0

Tscheresow, der das Rennen als Vierter 45 Sekunden hinter Sprint-Sieger Svendsen, aufgenommen hatte, präsentierte sich läuferisch wie am Schießstand in blendender Verfassung. Lediglich zwei Scheiben verfehlte der Russe. Beim letzten Schießen machte Tscheresow alles klar. Gemeinsam mit Pinter kam er zum Stehend-Anschlag - während der Russe alle Scheiben traf, musste Pinter eine Strafrunde drehen. Der Rückstand des Österreichers, der seinen dritten Podestplatz in diesem Winter fixierte, betrug nach 12,5 Kilometern 22,1 Sekunden.

Michael Greis verpasste den Podestplatz lediglich um 3,4 Sekunden. Da Svendsen (+47,4), der fünf Strafrunden absolvieren musste, am Ende die Luft ausging, wurde es nocheinmal eng, doch der Norweger rettete Platz drei gerade noch über den Zielstrich.

Greis musste sich läuferisch nichts vorwerfen, vergab eine bessere Platzierung aber am Schießstand. Schon beim ersten Liegend-Anschlag verfehlte der von Position acht gestartete Nesselwanger, zwei Scheiben. Es folgten noch je eine Strafrunde nach den beiden Stehend-Schießübungen. "Es wäre mehr drin gewesen", sagte der dreifache Olympiasieger von Turin, der mit dem Ergebnis aber dennoch zufrieden war.

Der Sprint-Zweite Michael Rösch (+1:08,0) schoss ebenfalls vier "Fahrkarten", hatte aber auch läuferisch (39. Laufzeit) nicht seinen besten Tag. Mit Andreas Birnbacher (+1:19,3/3 Fehler) schaffte es ein dritter DSV-Athlet in die Top-Ten.

Alexander Wolf schaffte es als 30. gerade noch in die Weltcup-Punkteränge. Toni Lang (32.) und Christoph Stephan (46.) verpassten diese.

Björndalen musste passen

Gesamtweltcup-Sieger Ole Einar Björndalen musste krankheitsbedingt auf ein Antreten verzichten. Dennoch gewann der Norweger die kleine Kristallkugel für den Verfolgungs-Weltcup, da sich sein dichtester Verfolger Dimitri Jaroschenko aus Russland nicht für das Rennen qualifiziert hatte und der Schwede Björn Ferry, der ebenfalls noch theoretische Chancen auf den Gesamtsieg hatte, auch nicht an den Start ging.

Birgit Riezinger / Eurosport