Eurosport - So 16.Mrz. 19:29:00 2008
Mit dem 400. Sieg in der Fußball-Bundesliga steuert Bayer Leverkusen weiterhin auf Champions-League-Kurs. Der UEFA-Cup-Viertelfinalist bezwang den vom Abstieg bedrohten 1. FC Nürnberg mit 4:1 (1:1) und eroberte dank Bremens 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg den dritten Tabellenplatz.
"Wir stehen jetzt auf einem Champions-League-Platz, den wollen wir verteidigen. Wir haben jetzt ein schönes Spiel in München und dürfen nun alle ein bisschen träumen. Wir müssen aber weiter konzentriert zu Werke gehen. Wenn wir gegen die Bayern gewinnen, kann man über andere Ziele reden", sagte Leverkusens Kießling nach dem 13. Saisonsieg.
Während Bayer vom internationalen Geschäft träumt, wird die Luft für die Nürnberger immer dünner. "Es reicht nicht, wenn man nur eine Halbzeit gut spielt. Wir müssen dringend Konstanz über 90 Minuten entwickeln", erklärte FCN-Kapitän Andreas Wolf.
1. Halbzeit:
Die 22.500 Zuschauer in der BayArena sahen von Beginn an ein unterhaltsames Spiel. Bereits in der zweiten Minute hatte Theofanis Gekas die Chance zur Führung, als der Grieche nach einer Flanke von Bernd Schneider auf das Nürnberger Tor köpfte. Torwart Daniel Klewer reagierte auf der Linie glänzend und verhinderte den frühen Rückstand.
Vier Minuten später jubelten die Gastgeber aber doch. Simon Rolfes stieg bei einer Ecke von Schneider am höchsten, Keeper Klewer konnte den klitischigen Ball nicht festhalten und Haggui staubte aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ab.
Die Nürnberger Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Per Kluge bediente mit einer Hereingabe aus dem Halbfeld Jan Koller, der per Kopf auf den an der Strafraumgrenze völlig freistehenden Zvjezdan Misimovic ablegte. Der Bosnier fackelte nicht lange und zog ab, profitierte aber vor allem davon, dass Leverkusenes Manuel Friedrich das Leder unhaltbar für Rene Adler ins Tor lenkte.
Bis zur Pause fand das Team von Coach Michael Skibbe nicht mehr richtig in die Partie und der Abstiegskandidat aus Nürnberg war es, der sich Chancen erarbeitete. Während Dominik Reinhardt (21.) mit einem Distanzschuss knapp das Tor verfehlte, scheiterte Iwan Saenko (31.) aus 20 Metern am guten Leverkusener Schlussmann Adler.
2. Halbzeit:
Nach der Halbzeit präsentierte sich die Werks-Elf konzentrierter und legte innerhalb von drei Minuten den Grundstein für den 13. Saisonsieg. Nachdem zunächst der Nürnberger Glauber (56.) eine Hereingabe von Vratislav Gresko ins eigene Tor lenkte, war es nur 160 Sekunden später Gekas, der im Strafraum Andreas Wolf und Dominik Reinhardt vernaschte und zum vorentscheidenden 3:1 traf.
Stefan Kießling (61.) hatte die große Chance auf 4:1 zu erhöhen, doch aus fünf Metern setzte er den Ball freistehend an den rechten Pfosten.
Nürnberg versuchte in der Folge, zu retten was noch zu retten war, doch im Strafraum fehlte der Elf von Trainer Thomas von Heesen die Durchschlagskraft, sodass die Möglichkeiten von Per Kluge (68.) und Koller (70.) nichts Zählbares einbrachten.
Acht Minuten vor dem Ende setzte Kießling nach starker Vorarbeit vom eingewechselten Hans Sarpei den Schlusspunkt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem Frankenland.
Spieler des Spiels: Theofanis Gekas
Der Grieche war bis zu seiner Auswechslung an nahezu jeder Offensivaktion seiner Mannschaft beteiligt und traf nach toller Einzelleistung zum wichtigen 3:1.
Christian Bolzer / Eurosport