Bormio (dpa) - Erschöpft, aber überglücklich: Der Oberwiesenthaler René Sommerfeldt hat sein eindrucksvolles Comeback in der Weltklasse der Skilangläufer in diesem Winter mit Platz zwei im Gesamtweltcup gekrönt.
Beim Finale im italienischen Bormio kam der Routinier auf Platz 12 und sicherte sich damit seinen größten Erfolg seit dem Gesamtweltcup-Sieg 2004. Den Sieg der Mini- Tournee holte sich der Franzose Vincent Vittoz vor Gesamtweltcupsieger Lukas Bauer aus Tschechien.
«Ich wollte mein eigenes Rennen laufen und habe mich nicht an Pietro Piller Cottrer orientiert. Dazu gehörte, nicht zu schnell anzugehen, um am Ende noch Kräfte zu haben», sagte Sommerfeldt, der in der ersten Runde über zu stumpfe Ski klagte. «Dann hat es zum Glück aufgehört zu schneien und es lief wieder besser. Jetzt bin ich sehr stolz, nach zwei mageren Jahren wieder ganz vorn dabei zu sein.»
Bester Deutscher war der Frankenhainer Jens Filbrich als Neunter. Dass dessen Oberhofer Trainingsgruppe nach drei Jahren mit dem Gesamtweltcup-Sieg in dieser Saison leer ausging, stört Bundestrainer Jochen Behle nicht. «Wir haben etwas übertourt, keine Frage. Wir müssen nun wieder etwas zurücknehmen, aber viel muss es nicht sein», bemerkte Behle und lobte noch einmal Sommerfeldt: «Er hat eine sehr gute Saison absolviert. Auch wenn er am Ende noch schwer kämpfen musste, es hat sich gelohnt.»


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