Eurosport - Fr 16.Jan. 23:31:00 2009
Für einen neuen Rekord sorgten Stephen Maguire und Neil Robertson beim 6:3 des Schotten über den Australier im Masters-Viertelfinale: Fünf Centuries in Folge spielten die beiden - das hatte es in einem Match über diese Distanz (Best of 11) noch nie geben.
Ronnie O'Sullivan und Stephen Hendry hatten 2003 im Finale der British Open auch schon einmal fünf Hunderter-Breaks hintereinander geschafft, aber da ging es über 17 Frames. Im Halbfinale trifft der Weltranglistenzweite nun auf den Weltranglistenersten O'Sullivan. Ali Carter hat sein Ronnie-Trauma nicht überwinden können und kassierte im elften Match mit 2:6 die elfte Niederlage.
Spektakel in der Wembley Arena
Nach den ganzen Glanzlichtern, die die Akteure in der Wembley Arena schon gezeigt hatten, sorgten Maguire und Robertson für ein ganz besonders strahlendes. Von Beginn an zeigten sich beide Top-Form und spielten herausragend. Mit einer 58er-Clearance holte sich Robertson den ersten Frame, aber bis zur Pause war Maguire dank Breaks von 97, 55 und 62 Punkten schon mit 3:1 in Führung gegangen.
Nach dem Midsession Interval schrieben beide ihr Kapitel für die Rekordbücher: Maguire legte eine 128 in Frame fünf vor, Robertson antwortete mit einer 122 und einer 100, Maguire konterte mit 105 und 113 zum 6:3-Endstand. Während der Schotte die letzten Bälle lochte, hatte Robertson schon das Handtuch über das Queue gehängt und schwenkte die weiße Fahne.
Initialzündung bringt den Erfolg
O'Sullivan und Carter starteten beide sehr schwerfällig in ihr Viertelfinale. Beide schienen allerdings eher mit ihrer mentalen Verfassung als mit dem Gegner zu kämpfen. Mit dem 2:2 zur Pause konnte O'Sullivan, der in dieser Phase Breaks von 66 und 90 Punkten spielte, noch sehr zufrieden sein.
Carter hatte eine Reihe von Chancen ungenutzt gelassen. Frame fünf bot zunächst das gleiche Bild; nach zwölf Minuten musste der sogar neu aufgesetzt werden, weil sie sich festgespielt hatten. Auch der zweite Versuch war zunächst schwerfällig, ehe O'Sullivan in die Bälle kam und eine 82 spielte. Das schien eine Initialzündung für "The Rocket" gewesen zu sein. Danach ließ er dem zusehendst entmutigten Carter keine Chance mehr und stürmte mit Breaks von 128, 115 und 91 Punkten ins Halbfinale.
Kommentare 1 - 2 of 2
Ronnie wird auch Wembley rocken!!!!!!!!
Da hat Ronnie uns dann doch nochmal gezeigt wo der Hammer hängt. Eine starke wenn auch nicht überragende Leistung. Als er das 2:2 kassiert hatte, sah es so aus als würde der Frust bei ihm doch langsam überhand gewinnen, aber er konnte das Ganze doch nochmals ändern. Für Ali Carter ist es Schade das er die Leistung, die er im Match davor gezeigt hatte nur streckenweise wiederholen konnte. Zum Maguire - Robertson Spiel kann ich nichts sagen, habe es leider nicht anschauen können. Auf ein spannendes Finalwochenende mit hoffentlich nochmals so großartigen Leistungen der Spieler. Mein Tipp fürs Finale ist John Higgins vs. Stephen Maguire
Liebe Grüße auf weitere hochklassige Matches
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