Eurosport - Fr 16.Jan. 12:06:00 2009
Am Tag der Auslosung für die Australian Open wurden die deutschen Profis mit lösbaren Erstrundenaufgaben beschert. Doch kurz vor Beginn des ersten Grand Slam 2009 plagen sich die Deutschen mit Verletzungen und Reha-Maßnahmen herum. Bislang stehen sieben Damen und sieben Herren im Hauptfeld.
Doch selbst Nicolas Kiefer hat nach seinem doppelten Bänderriss die Hoffnung auf einen Start bei dem am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier noch nicht aufgegeben.
"Am Samstag werde ich eine Entscheidung treffen. Solange versuche ich alles", erklärte der 31 Jahre alte Kiefer trotzig - auch wenn er sich derzeit "mehr im Wasser zu gymnastischen Maßnahmen" befindet. Rainer Schüttler berichtete nach seiner Handgelenksverletzung von "zuversichtlichen Ärzten", Philipp Kohlschreiber traf nach seiner Aufgabe wegen Schulterbeschwerden beim ATP-Turnier in Auckland zwar in Melbourne ein, konnte aber noch nicht trainieren. Thomas Haas stand immerhin auf dem Platz und gewann am Abend ein Show-Match gegen den Amerikaner Mardy Fish während des Einladungsturniers im Stadtteil Kooyong, doch nach monatelanger Verletzungspause gibt seine Form Rätsel auf.
Lösbare Aufgaben für DTB-Asse
Zum Auftakt bekommt es der in der Weltrangliste auf Position 79 abgerutschte Haas mit dem 25 Plätze besser notierten Eduardo Schwank aus Argentinien zu tun. Der an Position 30 gesetzte Schüttler trifft auf einen Qualifikanten, Kohlschreiber auf Sam Querrey aus den USA - wenn beide denn antreten können. Zudem scheint Querrey zu Jahresbeginn in Top-Form: Beim Turnier in Auckland erreichte er am Freitag das Endspiel gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien.
Trotz seiner Blessur gab sich der 32 Jahre alte Schüttler optimistisch. "Ich bin wesentlich fitter als in den letzten Jahren", sagte der Australian-Open-Finalist von 2003 im Interview mit "eurosport.yahoo.de": "Warum sollte ich nicht weit kommen?". Auf seinen Olympia-Doppelpartner Kiefer würde bei einer Wunderheilung der Argentinier Guillermo Canas warten. Das deutsche Herren-Aufgebot wird vorerst komplettiert von Mischa Zverev, Denis Gremelmayr und Philipp Petzschner. Zverev steht gegen den an Position acht gesetzten del Potro vor einer ebenso schweren Aufgabe wie Gremelmayr gegen David Ferrer aus Spanien. Petzschner dagegen dürfte im vierten deutsch-argentinischen Kräftemessen mit Brian Dabul gute Chancen haben.
Glück und Pech bei den Damen
Bei den Damen will Anna-Lena Grönefeld gegen eine Qualifikantin ihr erfolgreiches Comeback fortsetzen. Sabine Lisicki spielt gegen Aleksandra Wozniak aus Kanada. Ein Jahr nach ihrem in der ersten Runde erlittenen Kreuzbandriss kehrt Andrea Petkovic gegen eine Qualifikantin auf die Grand-Slam-Bühne zurück. Tatjana Maleks erste Gegnerin ist Ayumi Morita aus Japan. Dagegen erwischten Kristina Barrois, Julia Görges und Angelique Kerber knifflige Lose. Görges muss gegen Ana Ivanovic (Serbien) ran, Barrois gegen die russische Olympiasiegerin Jelena Dementjewa. Auch Kerber ist gegen die fünfmalige Wimbledon-Siegerin Venus Williams (USA) wohl chancenlos.
Der 13-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer indes dürfte erleichtert festgestellt haben, dass Glücksfee Amélie Mauresmo im "Skyline Room" den schottischen Aufsteiger Andy Murray der anderen Hälfte des Tableaus zugelost hat - so kann es frühestens im Endspiel zum Duell der beiden am häufigsten genannten Top-Favoriten kommen.
Kommentare 1 - 1 of 1
Trifft die Sache schon wesentlich besser als der Kommentar zuvor "Losglück für deutsche Profis", fragt sich nur ob die Überschrift passt. Sehe als Quintessenz für unsere Jungs überwiegend eher sehr starke, teilweise sogar übermächtige Gegner statt "Losglück". Insbesondere unsere ohnehin schon in letzter Zeit schon schwächelnden Mädels triffts knüppeldick!
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