Frankfurt/Main (dpa) - Die weltweite Finanzkrise hat die Fußball- Bundesliga aufgeschreckt, aber im Vergleich zur europäischen Konkurrenz kaum getroffen.
«Die Bundesliga ist vielleicht ein bisschen weniger glamourös als andere Ligen, aber dafür ganz sicher gesünder, verlässlicher, planbarer», betonte Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».
Die Bundesliga sei seiner Ansicht nach als Ganzes gut aufgestellt und werde mögliche Konsequenzen, wenn überhaupt, weniger stark verspüren als andere Märkte und Unternehmen. «Wir können für die Bundesliga nicht ausschließen, dass wir einmal in stürmische Gewässer kommen, aber unser Schiff ist in besserem Zustand», meinte der DFL- Geschäftsführer Rechte- und Lizenz-Vertrieb.
In der vergangenen Saison hätten alle Bundesligisten schwarze Zahlen geschrieben, Verbindlichkeiten kontinuierlich abgebaut. Die Kosten der Spielerkader würden bei etwa 40 Prozent liegen, in den anderen Profi-Ligen bei 60 bis 70 Prozent. Im spanischen Fußball stünden einige Clubs vor der Insolvenz, weil sich dort «traditionell immer wieder Bauunternehmer Proficlubs als Hobby gehalten haben und der Immobilienmarkt bekanntlich in der Krise ist.»
Die Frage sei, wie man «zusätzlich seriöses Kapital in die Liga bringen» könne. Derzeitig diskutierte Themen wie die mehrheitliche Beteiligung an Bundesliga (Stichwort 50+1), die denkbare Aufstockung von 18 auf 20 Clubs, die ins Gespräch gebrachte Einführung eines Ligapokal gehörten zusammen und sollten nicht punktuell betrachtet werden.




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