Eurosport - Sa 15.Aug. 17:36:00 2009
Die WM hat für die Gastgeber mit einem Paukenschlag begonnen. Antje Möldner verbesserte im ersten Vorlauf über 3.000 Meter Hindernis in 9:21,73 Minuten ihren eigenen deutschen Rekord um fast sechs Sekunden und erreichte als Zweite den Endlauf. Kugelstoßer Ralf Bartels überzeugte mit 20,41 Meter.
Bartels hat als erster deutscher Starter das Finale der WM erreicht. Der Europameister aus Neubrandenburg stieß im dritten Versuch der Qualifikation 20,41 Meter und meisterte damit die Finalnorm von 20,30 Metern. Der Leipziger Sack stieß die Kugel 20,20 Meter weit. Damit erreichte er als Neunter den Endkampf der zwölf Qualifikations-Besten. Junioren-Europameister David Storl scheiterte dagegen vorzeitig. Der 19 Jahre alte Chemnitzer schaffte nur eine Weite von 19,19 Metern.
"Nie hätte ich daran geglaubt"
Möldner erklärte nach ihrem Coup: "Das ist kaum zu glauben. Ich war so müde, weil ich heute schon um 6:15 Uhr aufstehen musste", meinte die Läuferin aus Geltow. Nach einem verhaltenen Auftakt drehte die deutsche Rekordhalterin in der Schlussrunde auf, überholte unter dem Jubel von rund 10.000 Zuschauern im Olympiastadion noch drei Konkurrentinnen. "Von Taktik war nicht viel zu sehen: Am Anfang wollte ich eigentlich weiter vorn sein, aber irgendwann habe ich meine Stiefel gezogen und meinen Lauf gefunden", kommentierte sie den besten Lauf ihrer Karriere. "Mein Ziel im Vorlauf war heute eigentlich Platz vier, um das Finale zu erreichen. Das Training lief aber zuletzt in Kienbaum super, so dass ich schon auf einen neuen Rekord hoffen durfte. Aber 9:21 - nie hätte ich daran geglaubt", freute sich Möldner.
Für das Finale am Montag (20:30 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) will sie sich verbal aber nicht zu weit hinauslehnen. "Ich hoffe, dass ich ein wenig meine Euphorie konservieren kann. Die Zuschauer werden mich sicher anfeuern. Aber ein Punkt für die Nationenwertung, also Platz acht, wäre schon toll", meinte sie noch vorsichtig. Als Favoritin auf Gold sieht sie ganz eindeutig die russische Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Gulnara Galkina, die in 9:17,67 als Vorlaufsiegerin die mit Abstand beste Zeit verbuchte, die je auf deutschem Boden gelaufen wurde.
Hammerwerfer stark, Aus für Demut
Markus Esser und Sergej Litvinov haben das Hammerwurf-Finale erreicht. Esser kam in der zweiten Qualifikationsgruppe auf eine Weite von 76,81 Metern. Damit belegte er den achten Platz im Feld der 34 Hammerwerfer, die sich für die zwölf Finalplätze beworben hatten. Noch stärker präsentierte sich sein Teamgefährte Litvinov, der in der vorangegangenen Gruppe mit 77,68 Metern gleich in seinem ersten Versuch die Qualifikationsweite um 18 Zentimeter übertraf. Der 23-jährige Sportsoldat beendete damit den Vorkampf auf Platz vier.
Die deutsche Meisterin Katja Demut ist in der Dreisprung-Qualifikation ausgeschieden. Die 25-Jährige sprang neben zwei ungültigen Versuchen nur 11,38 Meter und belegte damit den 34. und letzten Rang der Ausscheidung. Für einen Platz im Finale wäre eine Weite von 14,13 Metern nötig gewesen. "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat", sagte Demut. "Ich hatte mich riesig auf die WM gefreut und war eigentlich gut drauf."
Sorina Nwachukwu hat über 400 Meter das Halbfinale erreicht. Die deutsche Meisterin aus Leverkusen belegte in ihrem Vorlauf in 51,74 Sekunden den dritten Platz und erreichte dadurch die Vorschlussrunde am Sonntagabend.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Leichtathletik-WM in Berlin (15. bis 23. August) täglich LIVE bei Eurosport, Eurosport 2 und Eurosport HD. Alle News und Ergebnisse finden Sie wie immer auf eurosport.yahoo.de.
Kommentare 1 - 1 of 1
Dummer kommentar von einem bestimmt dummen Menschen.
Bist ein fetter pro Gamer was?
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