Peking (dpa) - Für Jennifer Bongardt endete die Kajak-Einer- Konkurrenz der Slalom-Kanuten mit einer riesigen Enttäuschung, für Violetta Oblinger-Peters erfüllte sich keine vier Monate nach ihrer geheimen Herz-Operation ein Traum.
Am 25. März musste sie sich im Krankenhaus in Linz wegen Herzrhythmusstörungen einer Katheteroperation unterziehen. «Normalerweise dauert es zwei bis drei Stunden, bei mir jedoch viel länger», schilderte die im deutschen Schwerte geborene Athletin, die nur wenige Tage nach der Diagnose operiert werden musste.
Der Liebe zu Slalom-Kanute Helmut Oblinger wegen wurde sie 1999 nach der Hochzeit Österreicherin. Bei der Siegerehrung dachte sie an die Alpenrepublik. «Ich fühle mich als Österreicherin, sonst würde ich das alles nicht machen», sagte Oblinger-Peters.
Die Operation hatte sie gar vor dem heimischen Verband geheim gehalten, weil sie um die Olympiateilnahme fürchtete. Nur Familie, engste Freunde und Betreuer waren eingeweiht. «Damit mich jemand rausziehen kann, wenn ich im Trainingslager auf dem Wasser ohnmächtig werde.» Erst die Nachuntersuchungen gaben Entwarnung. «Das zu wissen, war eine sehr wichtige Sache für mich», sagte die überglückliche Kanutin, die ihren Mann vor 14 Jahren bei einem Weltcup in Augsburg kennengelernt hatte. 2012 will sie wieder an den Start gehen und nach Gold greifen.


OP BronzeBild vergrößern
Bitte melden Sie sich an.
Kein Yahoo! User? Kostenlos anmelden.