Eurosport - Fr 14.Mai. 23:46:00 2010
Nico Rosberg kann zu Fuß nach Hause gehen - und im eigenen Bett schlafen. Der Wahl-Monegasse hat beim Formel-1-Klassiker Heimvorteil. Den will er auf der Strecke nutzen. Und mit Platz zwei im Training nährte der Wiesbadener seine Hoffnungen auf einen vorderen Rang beim Kultrennen in Monte Carlo.
"Es sieht jetzt recht vielversprechend aus", meinte der Mercedes- Pilot. Für den 24 Jahre alten Rosberg standen am traditionellen freien Freitag wie für Teamkollege Michael Schumacher Relaxen, Sport und Briefings auf dem Programm. Schon nach dem Training auf vier Rädern hatte der Rekordweltmeister aus Kerpen den fahrbaren Untersatz gewechselt: Rennrad statt Silberpfeil. Auch Sebastian Vettels Stundenplan unterschied sich nicht besonders von dem seiner Rivalen. Ausschlafen, vormittägliches Training, Besprechungen.
Sutil auf dem Laufsteg
Während mehr oder weniger glamouröse Grand-Prix-Gäste die Gunst der freien Stunden bei leichter Bewölkung und angenehmen Temperaturen von 20 Grad nutzten und über die Strecke promenierten, stand unter anderem für Adrian Sutil am Abend die traditionelle Fashion-Show auf der Tagesordnung. Beim Defilee mit Promi-Faktor versuchen sich einige Piloten immer wieder als Laufstegmodell.
Der freie Tag helfe eigentlich gar nicht, erklärte Mercedes- Ersatzpilot Nick Heidfeld. Nach dem Training wollen die Fahrer am liebsten direkt in den Gassen des Fürstentums wieder Gas geben. "Man freut sich ehrlich gesagt schon, wenn es am Samstag endlich wieder losgeht", betonte Heidfeld, der in diesem Jahr allerdings zum Zuschauen verurteilt ist.
Rosberg wieder zuversichtlich
Dagegen will Rosberg angreifen. Nach den Trainingsfahrten gab sich der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg wieder zuversichtlich. Das total verkorkste Wochenende in Barcelona war vergessen. Denn auch im Silberpfeil fühlt sich Rosberg wieder richtig wohl, nachdem er in seinem 75. Rennen Rang 13 belegt und mit dem Auto gehadert hatte.
In seiner Wahlheimat sieht für Rosberg vorerst wieder alles ein bisschen rosiger aus. 20 Punkte liegt er hinter dem Titelverteidiger und Spitzenreiter Jenson Button zurück. Und damit wähnt sich der ehemalige Williams-Pilot in seiner fünften Formel-1-Saison weiterhin in einer "sehr, sehr guten Ausgangsposition".
Ein Sieg beim Großen Preis von Monaco im Fürstentum wäre das Größte - vom WM-Titel abgesehen. Vor einem Jahr belegte Rosberg im Rennen Rang sechs - es war die bislang beste Platzierung für den polyglotten Piloten an der Côte d'Azur. Nun will er es besser machen.
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