Weltmeisterschaft - Schweden gegen Kanada im Halbfinale

Eurosport - Do 15.Mai. 09:26:00 2008

Zum dritten Mal in Folge lautet ein Halbfinale bei der Eishockey-WM: Schweden gegen Kanada. Im ersten Viertelfinale setzte sich das Team aus Skandinavien mit 3:2 nach Verlängerung gegen Tschechien durch. Gastgeber Kanada sicherte sich den Semifinalplatz durch ein 8:2 gegen Außenseiter Norwegen.

ICE HOCKEY 2006 World Championships Sidney Crosby Mika Hannula Sweden Canada - 0

Den zweiten Halbfinal bestreiten Russland und Finnland. Die Russen setzten sich deutlich mit 6:0 (3:0,3:0,0:0) gegen die Schweiz durch, Finnland rang die USA mit 3:2 (1:0,1:0,0:2) nach Verlängerung nieder.

Der Olympiasieger hat seine imponierende Erfolgsserie bei Eishockey-WM damit ausgebaut und steht zum achten Mal nacheinander unter den besten Vier. Die Halbfinals finden am Freitag in Québec statt. 2006 in Riga setzten sich die Schweden auf dem Weg zum achten Titel gegen Kanada durch, im Vorjahr gewann der Rekordweltmeister und holte in Moskau danach seinen 24. WM-Titel. Die Tschechen verpassten dagegen zum zweiten Mal in Serie das Semifinale.

Norwegen verkauft sich teuer

Dany Heatley brachte den Favoriten Kanada mit seinem zehnten WM-Tor nach nur 37 Sekunden in Führung. Deutschland-Bezwinger Norwegen, das in der Zwischenrunde beim 1:2 knapp eine Sensation verpasst hatte, verkaufte sich bis zur Hälfte der Partie aber wieder teuer. Morten Ask (8.) von den Füchsen Duisburg glich bei 5:3-Überzahl aus, Mathis Olimb (26.) von den Augsburger Panthern egalisierte nach dem 1:2 von Ryan Getzlaf (12.). Jonathan Toews (30.) und zwei Treffer von Derek Roy (35./37.) brachten die Hausherren dann aber doch entscheidend in Front. Rick Nash (45./51.) und Roy (52.) mit seinem dritten Treffer waren im Schlussabschnitt für Kanada erfolgreich.

Matchwinner für Schweden war Mattias Weinhandl mit seinem Abstauber nach 3:15 Minuten der Extra-Spielzeit. Marcus Nilson (57. Minute) hatte die Schweden zuvor in die Verlängerung gerettet. Die Tschechen hofften auf den Sieg, nachdem Radek Vrbata (53.) den starken Torhüter Henrik Lundqvist von den New York Rangers mit einem Penalty zum 2:1 überwand. Tomas Rolinek (31.) hatte zuvor Schwedens Führung durch das sechste WM-Tor von Patric Hörnqvist (28.) egalisiert.

In der sehr ausgeglichenen und gutklassigen Partie standen insgesamt 26 Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NHL auf dem Eis. Den Schweden fehlt aber ihre starke Fraktion von den Detroit Red Wings, die noch im Rennen um den Stanley Cup ist.

USA mit vergeblicher Aufholjagd

Finnland sah im mit Spannung erwarteten Duell gegen die USA lange wie der sichere Sieger aus, tat aber nach den Toren von Tumo Ruutu (11.) und Janne Niskala (26.) zu wenig. Drei Tage nach dem hart erkämpften 3:2-Erfolg der Finnen mit einem zu Unrecht gegebenen Tor holten diesmal die USA ein 0:2 auf. Phil Kessel (56.) und Drew Stafford (57.) schafften binnen 37 Sekunden noch den Ausgleich, doch Sami Lepisto (64.) ließ am Ende wieder die Finnen jubeln. Im Vorjahr hatte es im Viertelfinale sogar erst nach Penaltyschießen ein 5:4 über die Amerikaner gegeben, denen die Revanche knapp misslang.

Russland legte gegen die Schweiz noch schneller vor als beim 5:3 im Zwischenrundenspiel am Montag. Nach Alexander Sjomins 1:0 (2.) halfen die Schweizer aber kräftig mit. Raphael Diaz schubste den Puck im Liegen bei einem Rettungsversuch mit der Hand über die Linie (3.), Philippe Furrer überraschte seinen verdutzten Torhüter Martin Gerber mit einem verunglückten Befreiungsschlag ins kurze Eck (7.). Sergej Fjodorow (22.), Maxim Afinogenow (27.) und Alexander Owetschkin (39.) schossen die restlichen Tore. Ilja Kowaltschuk leistete sich jedoch einen bösen Check und ist im Halbfinale gegen Finnland gesperrt.

dpa / Eurosport