Eurosport - Do 15.Mai. 14:46:00 2008
Feucht-fröhliche Stimmung beim FC Bayern: "Spaßvogel" Franck Ribery und sein treuer Helfer Daniel van Buyten sorgten auf ungewöhnliche Art für Abkühlung auf dem Trainingsgelände des Rekordmeisters.
Es ist bekannt, dass es an der Säbener Straße bei allem Ernst seit jeher auch recht lustig zugeht - zumindest wenn es die Erfolge erlauben. "Klassenkasper" Franck Ribery ließ sich zusammen mit Daniel von Buyten eine neue Variante einfallen, die rund 800 Zuschauer auf dem Trainingsgelände sowie die Vertreter der Münchner Journaille und ihre Mitspieler köstlich zu amüsieren.
München, Säbener Straße, 13:25 Uhr - die lockere Trainingseinheit nach dem 11:5 im Freundschaftsspiel bei Darmstadt 98 mit leichtem Dauerlauf, Vier gegen Zwei und Fußball-Tennis war gerade zu Ende, da tauchten plötzlich Ribery und van Buyten auf dem Dach des Spielertraktes auf. Die beiden waren "bewaffnet" mit einem ausgedienten, bis zum Rand mit Wasser gefüllten roten Ketchup-Eimer. Die zahlreichen jugendlichen Fans, die bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen 25 Grad nach Giesing pilgerten, bemerkten vorerst ebenso wenig vom Schabernack der beiden Profis wie die Pressevertreter.
Bis Ribery aus luftiger Höhe zum ersten Streich ausholte und unter anderem die Kollegen von "Sport-Bild" und der Münchner Tageszeitung "tz" unter Wasser setzte. Nicht verschont blieb auch so mancher Kameramann und dessen kostspieliges Equipment. Des einen Freud, des anderen Leid - während die Autogrammjäger mit "Ribery, Ribery"-Rufen und frenetischem Jubel ihre Schadenfreude zum Ausdruck brachten, standen die Kollegen da wie begossene Pudel.
Doch wer zuletzt lacht... - nur wenig später drehten die beiden "Wasserträger" den Spieß um und begossen die wartende Menge. Inzwischen konnte man den Eindruck gewinnen, als wollten Ribery und Adjutant van Buyten ihre aussichtsreiche Stellung gar nicht mehr verlassen. Manche Mitspieler hatten Wind von den "Wasserspielen" bekommen und verließen den Kabinentrakt auf dem Weg zu ihren unmittelbar vor dem Gebäude parkenden Autos nur mit einem prüfenden Blick nach oben. Nicht so Jose Ernesto Sosa. Der Argentinier wurde ebenso kalt erwischt wie Oliver Kahn. Der Kapitän wurde von Lockvogel Mark van Bommel ins Freie geführt ("Du kannst ruhig rauskommen Olli, die Luft ist rein"), ehe ihn eine volle Breitseite von "Spaßvogel" Ribery abduschte. "Es war so warm im Training, da dachten wir, dass eine Abkühlung gut tun würde", erklärte van Buyten.
Die Stimmung in den Reihen des deutschen Rekordmeisters ist vor dem Schaulaufen in der Bundesliga am kommenden Samstag gegen Hertha BSC (ab 15:30 Uhr im Live-Ticker) bestens. Bei seinem letzten Auftritt in dieser Saison in der Allianz Arena will Ballzauberer Ribery sein Publikum vor der anschließenden Meisterfeier auf dem Marienplatz noch einmal amüsieren - nicht mit einer kalten Dusche, sondern mit Traumtoren.
Von der Säbener Straße berichtet Thomas Janz / Eurosport