Frankfurt/Main (dpa) - Einen Tag vor dem Treffen des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit der Nationalen Antidoping-Agentur (NADA) sind die Namen der Spieler bekannt geworden, die vom Verband nicht wie gefordert an den nationalen Doping-Testpool gemeldet worden sind.
Die in den amerikanischen Ligen NHL und AHL aktiven Dimitri Pätzold, Christoph Schubert, Denis Seidenberg und Marco Sturm sollen nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» dazu gehören. Sie würden nicht auf die Liste gehören, «weil sie nicht regelmäßig an Trainingsmaßnahmen des DEB teilnehmen», sagte Uwe Harnos, der DEB-Vizepräsident der «FAZ».
Außerdem sollen auch Chris Schmidt, Stefan Ustorf, André Reiss, Jason Holland und John Tripp auf der Liste fehlen. Teilweise seien sie erst sehr spät für den National-Kader nominiert worden, teilweise sei nicht klar, warum sie fehlen, meinte Harnos.
Beide Seiten treffen sich in Frankfurt/Main erstmals, nachdem die NADA wegen der ausgebliebenen Sperre für Nationalspieler Florian Busch während der Weltmeisterschaft in Kanada das Abkommen über die Trainingskontrollen mit dem DEB fristlos kündigte. Busch hatte zunächst eine Dopingkontrolle verweigert. Die Positionen zwischen NADA und DEB sind nach der verweigerten Doping- Kontrolle von Busch verhärtet.
Der Verband hat sich mit NADA, Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und Bundesinnenministerium angelegt, das die jährlichen Zuschüsse in Höhe von 600 000 Euro eingefroren hat. Der DEB hatte Busch durch sein unabhängiges Verbands-Gremium verwarnt und mit einer Geldstrafe belegt.



