Nürnberg (dpa) - Der Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg wehrt sich gegen die Anrechnung der Gelben Karte für Abwehrspieler Andreas Wolf aus dem abgebrochenen Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
«Das geben die Statuten des DFB und der DFL nicht her», begründete «Club»-Sportdirektor Martin Bader die schriftlich eingereichte Protestnote. Beim VfL hatte Christian Gentner eine Gelbe Karte gesehen. Im Gegensatz zu Wolf und Gentner profitiert VfL-Stürmer Grafite: Die abgebrochene Partie wird auf seine Fünf-Spiele- Sperre angerechnet.
«Wir müssen alles versuchen, damit im Abstiegskampf kein Wettbewerbsnachteil für uns entsteht», sagte Bader zu der sechsten Gelben Karte für seinen Innenverteidiger. «Es wäre nicht akzeptabel, wenn er wegen dieser Karte am Ende noch einmal mit einer Gelbsperre für eine Begegnung fehlen würde.»
Die Partie gegen die Niedersachsen war am 11. April wegen starker Regenfälle beim Stand von 1:0 für Nürnberg abgebrochen worden und wird nun am 20. April wiederholt. Persönliche Strafen wie etwa Gelbe Karten sollen aber trotz der Neuansetzung zählen. Bader verwies in diesem Zusammenhang auf die Praxis der Europäischen Fußball-Union (UEFA): «Dort werden im Falle einer Wiederholung persönliche Strafen annulliert.»


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