Vikersund - DSV müde, Rekorde für Schlierenzauer

Eurosport - So 15.Mrz. 21:56:00 2009

Martin Schmitt war wie so oft auch beim Skifliegen in Vikersund bester Deutscher, landete aber mit Sprüngen auf 180,5 und 186 Meter nur auf Platz zwölf. Das enttäuschende Resultat der DSV-Adler stand im Schatten des Auftritts von Gregor Schlierenzauer, der seinen Weltcup-Gesamtsieg perfekt machte.

SKI JUMPING 2008-2009 Liberec Martin Schmitt - 0

Durch eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang konnte sich Schmitt immerhin von Platz 14 auf Rang 12 verbessern. Ganz anders als Teamkollege Michael Neumayer, der seine hervorragende Ausgangssituation noch verspielte. Im ersten Durchgang musste sich der 30-Jährige mit seinen 198,5 Metern nur Tagessieger und Überflieger Schlierenzauer (207,5 Meter) sowie dem Japaner Noriaki Kasai (199,5 Meter) geschlagen geben. Dann allerdings verpatzte Neumayer seinen zweiten Versuch und kam nicht über 166 Meter und Platz 14 hinaus.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn ich habe in dieser Saison noch keinen Skiflug-Wettbewerb gemacht, wie ich mir das vorstelle. Es war schwer zu springen, denn die Anlauflänge war für diese Verhältnisse gering gewählt", sagte der Vize-Weltmeister nach Sprüngen von 180,5 und 186 Metern. "Insgesamt freue ich mich aber über eine tolle Saison", bilanzierte der Vize-Weltmeister.

Neben Schmitt und Neumayer qualifizierten sich noch Michael Uhrmann, Christian Ulmer und Erik Simon für den Durchgang der besten 30. Doch die DSV-Springer fielen allesamt zurück. Uhrmann rutschte nach 184 Metern im ersten Durchgang nach nur 168 Metern in der Finalrunde von Platz 13 auf 18 zurück. Ulmer (168 Meter/156,5 Meter) als 29. und Simon (170,5 Meter/154 Meter) als 30. stießen an ihre Grenzen, nahmen aber immerhin Weltcup-Punkte mit. Felix Schoft scheiterte als 37. (155,5 Meter) bereits im ersten Durchgang.

"Bei Martin hat hier immer etwas gefehlt. Im ersten Versuch war er fürchterlich spät dran", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Auch Michael Uhrmann auf Platz 18, Christian Ulmer als 29. und Erik Simon auf Rang 30 boten keinen Grund zur Freude. "Am Ende der Saison sind alle etwas müde. Insgesamt hat die Saison aber den Erwartungen entsprochen. Auch wenn es einige Tiefpunkte gab, waren es doch mehr Höhepunkte", erklärte Schuster.

Schlierenzauer bricht Rekorde

Jede Menge Grund zur Freude gab's dagegen im Lager der Österreicher. Schlierenzauer machte durch seinen Tagessieg nicht nur den Erfolg im Gesamtweltcup perfekt (207,5 Meter/192 Meter). Der Überflieger des Jahres stellte mit seinem zwölften Saisonerfolg den Rekord des Finnen Janne Ahonen ein. Außerdem hatte noch nie ein Athlet mehr Weltcup-Punkte in einem Winter als der Österreicher (1938 Punkte).

"Es war eine Traum-Saison. Ich bin mehr als zufrieden und stolz. Es fühlt sich sehr gut an", sagte Schlierenzauer.

Zweiter wurde der Schweizer Simon Ammann, der auch im Gesamt-Weltcup den zweiten Platz belegt. Mit seinen Sprüngen über 191 und 202,5 Meter verwies Ammann den Russen Dimitri Wassiljew auf Rang drei. Wassiljew zeigte mit seinem 204-Meter-Flug zwar den weitesten Satz des zweiten Durchgangs, hatte sich aber bereits im ersten Durchgang (184,5 Meter) um seine Siegchance gebracht.

Timo Gans (mit dpa) / Eurosport

Kommentare 1 - 7 of 27

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  1. Gratulation an Schlierenzauer für alle Siege und­ Rekorde nun.
    Ist sicherlich nicht einfach da 2 Stürze­ hintereinander am Vortag zu verdauen. Aber er hats­ geschafft.

    1.Sprung war absolut optimal.
    2. Sprung war­ richtig glücklich, dass er den noch runtergeflogen hat,­ da er kurz nach Absprung einen "Schlag" mit­ den Skiern und diese erst wieder zu sich ranholen­ musste.

    Auch sollte der Artikel durchaus erwähnen,­ dass Schlierenzauer in der Nordic Tour Olli mit 0,6­ Punkten geschlagen hat. Schade für Olli. Aber er muss­ eben konstanter werden (bei ihm sind von­ Schanzenrekorde bis Landung kurz nach Vorbau eben alles­ dabei).

    Ebenso führt er den Skifluggesamtweltcup­ an.

    Aber alles gewonnen hat der junge Schlierenzauer­ nicht . 4Schanzen-tournee, Weltmeisterschaft.
    Das hat­ sich Loitzel geschnappt.

    Mal schauen ob in Planica­ bei ihm die Spannung nun raus ist.

    Ebenso­ erwähnenswert sind Vasilliev! und Malysz.

    Von loserbernd, am So 15.Mrz. 17:26
  2. Na da ging ja heute alles gut. Hat gestern das Vogel­ zeigen und die Faust von Schlierenzauer doch etwas­ gebracht. War ein schöner Wettkampf. Gratulation an­ Schlierenzauer

    Von Harald F., am So 15.Mrz. 17:06
  3. @Mo V,
    Welche Jungen springen konstant unter die­ ersten dreißig ?

    Von glaserjens, am So 15.Mrz. 16:52
  4. PS. Spitzenfoto von Schmitt. Schön das es von ihm nach­ langer Zeit wieder ein Foto gibt !! Man könnte manchmal­ fast denken, das die deutschen Medien und die deutschen­ Adler seit sieben Jahren eine Einheit bilden.

    Von glaserjens, am So 15.Mrz. 16:22
  5. ich versteh die artikel eigentlich auch nicht wirklich.­ es wird ständig von enttäuschenden DSV ergebnissen­ geredet, aber das ist nun mal der Stand wo sie zur zeit­ stehen. Man sollte froh sein, dass ihr zur zeit einige­ junge dabei habt die konstant in den top 30 landen, das­ ist keine enttäuschung sondern gute konstanz. und die­ haben durchaus potential nach vorne, also zeit lassen­ und die entwicklung genau anschaun.

    schlieri war­ wieder mal top, einfach ein wahnsinn diese saison von­ ihm. 19 Podestplätze...solche konstanz ist schon­ bemerkenswert.

    Von Mo V, am So 15.Mrz. 16:21
  6. Schon fast langweilig mit Schlierenzauer.
    Die deutschen­ Adler springen fast konstant in ihrer Leistung seit­ sieben Jahren.
    Zum ,,Glück" ist Neumayer im­ zweiten Durchgang abgestüzt, um die deutsche­ Rangordnung nicht zu gefährden. Manche Kommentatoren­ lieben ja den Satz so sehr, M. Schmitt ist wieder der­ beste Deutsche. Und M. Shmitt fühlt sich in dieser­ Rolle auch sehr wohl.

    Von glaserjens, am So 15.Mrz. 16:14
  7. ich finds einfach enttäuschend wie diese sogenannten­ fachkommentatoren künstlich spannung aufbauen müssen.­ schlierenzauer war nach dem 1 durchgang 21,8 punkte vor­ ammann das sind umgerechnet über 18m. ammann ist im 2­ durchgang 202,5 meter geflogen dass heißt das­ schlierenzauer bei gleicher haltung (die er natürlich­ wiedermal nicht bekommen hat) nur 184,5m zum sieg­ benötigt hätte. ich finds einfach schade dass durch­ solche kommentare der eidruck aufkommt als ob­ schlierenzauer nicht zurecht gewonnen hätte. immer hin­ ist er insgesamt um 6 meter weiter gewsprungen als­ ammann. jetzt fehlen nuir noch zwei springen bis zur­ (fast) perfekten saison für Österreich!!!

    Von schsam, am So 15.Mrz. 16:08
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