Eurosport - So 15.Feb. 19:19:00 2009
Borussia Dortmund muss sich zum siebten Mal in dieser Saison mit einem 1:1-Unentschieden vor heimischer Kullisse zufrieden geben. Gegen Energie Cottbus reichte ein Elfmetertor von Alexander Frei (35.) nicht zum Sieg, da kurz zuvor der Türke Cagdas für die Gäste getroffen hatte (32.).
"Wir wollten hier unbedingt etwas mitnehmen und haben speziell in der ersten Hälfte gut gespielt. Mit ein wenig Glück hätten wir sogar gewinnen können", analysierte Energie-Spielmacher Erwin Skela nach der Partie. Der Dortmunder Kapitän Sebastian Kehl hingegen zeigte sich bitter enttäuscht: "Ich bin natürlich nicht glücklich und hatte mir mein Comeback anders vorgestellt. Bei meiner Riesenchance hätte ich den Ball einfach reinschießen müssen."
1. Halbzeit:
Nach einer gut 15-minütigen Abtastphase entwickelte sich eine temporeiche Partie im nicht ganz ausverkauften Signal-Iduna-Park. Die Gäste versteckten sich nicht und spielten aus einer gesicherten Defensive gefällig nach vorne. Besonders Ivica Iliev auf der linken Angriffsseite der Cottbuser bereitete Patrick Owomoyela große Probleme.
Die erste Chance des Spiels entstand dann auch folgerichtig über diese Seite. Nach einer Flanke von Daniel Ziebig verfehlten in der Mitte die Bulgaren Dimitar Rangelov und Stanislav Angelov nur um Haaresbreite (12.). Die Elf von Bojan Prasnikar spielte die Kontersituationen immer wieder clever zu Ende, kam zum Abschluss oder holte zumindest einen Eckball heraus. Ein solcher führte dann auch zum Führungstreffer.
Erwin Skela setzte eine Flanke an den langen Pfosten, von wo der Ball genau vor die Füße des aufgerückten Innenverteidigers Cagdas sprang. Der Türke hämmerte das Leder aus drei Metern zum 0:1 in die Maschen. Drei Minuten später war der Torschütze erneut im Blickpunkt, als er am eigenen Fünfmeterraum den Dortmunder Kapitän Sebastian Kehl von hinten umstieß.
Den von Schiedsrichter Peter Sippel folgerichtig verhängten Strafstoß verwandelte Alexander Frei sicher (35.). Es war der sechste Saisontreffer des Schweizers, der sich damit zum besten Dortmunder Torschützen der Saison aufschwang. Die Cottbuser zeigten sich aber keineswegs geschockt, sondern reagierten mit trotzigen Gegenangriffen. Nach glänzenden Chancen durch Emil Jula (38./40.) und Skela (40.) konnten sich die Gastgeber bei Torhüter Roman Weidenfeller bedanken, dass es mit dem Unentschieden in die Pause ging.
2. Halbzeit:
Die zweite Hälfte begann mit weniger Tempo, als die erste geendet hatte. Die Borussia hatte sich nun auf die Konter der Gäste eingestellt und stand tiefer. Trotzdem bekam man Iliev und Rangelov nie richtig in den Griff.
Die erste Chance der zweiten 45 Minuten resultierte dann auch fast zwangsläufig aus einem ruhenden Ball. Innenverteidiger Neven Subotic, der sich ansonsten in der Defensive ein ums andere Mal düpieren ließ, scheiterte aber mit einem 25-Meter-Knaller knapp (55.). In der Folge war es nun die Heimmannschaft, die klar den Ton angab, Cottbus kam nur noch gelegentlich vor das Tor von Weidenfeller, hatte aber in Gerhard Tremmel einen starken Keeper in seinen Reihen.
Zunächst entschärfte der Ex-Berliner einen Volley-Knaller von Frei (69.), dann stoppte er Kehl, der aus sieben Metern frei abgezogen hatte. In einem kampfbetonten Spiel schlichen sich nun zunehmend Ungenauigkeiten ein. Jürgen Klopp versuchte dem entgegenzuwirken indem er zunächst Florian Kringe für Tinga und später auch Mohamed Zidan für den glücklosen Nelson Valdez ins Spiel brachte.
Trotz einer starken Schlussoffensive der Gastgeber sprang am Ende trotzdem nur das Standardergebnis für Heimspiele in dieser Saison heraus. Bereits zum siebten Mal mussten sich die heute 63.000 Fans mit einem Tor auf jeder Seite zufrieden geben.
Große Aufregung herrschte in der Schlussminute, als Young-Pyo Lee nach einer unglücklichen Aktion gegen Slavo Pavicevic mit der Roten Karte bestraft wurde. Eine Szene über die geredet werden wird.
Spieler des Spiels: Gerhard Tremmel
Der Cottbuser Schlussmann bewahrte sein Team mit einigen herausragenden Reflexen vor der Niederlage in Dortmund und war stets Herr der Lage.
Kommentare 1 - 2 of 2
Tja auch wenn der gute Volker Detlef eine echt hohle Hirse ist (siehe die übrigen Kommentare) hat er diesmal leider recht. Das war ein Spiel für das es sich zu schämen lohnt liebe Dortmunder.
gegen eine solche Mannschaft ist ein Unentschieden keine Schande. Nicht viele Vereine haben einen solchen Kader und soviel Geld zur Verfügung. Wer gegen so eine Spitzenmannschaft ein unentschieden erkämpft, darf stolz auf sich sein.. Denn als kleiner Westverein muß man schon froh sein, nicht mit 3:0 oder 4:0 abgelascht zu werden.
Aber ernsthaft. 1:1, zu hause - gegen Cottbus. Klasse Leistung Cottbus - und Schande, schämt euch, für Dortmund.
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