EM 2008 - Norwegerinnen nicht zu stoppen

Eurosport - So 14.Dez. 18:44:00 2008

Norwegen hat den Titel-Hattrick perfekt gemacht: Der Olympiasieger wurde nach 2004 und 2006 zum dritten Mal Handball-Europameister der Frauen. In einem am Ende einseitigen Endspiel setzte sich der WM-Zweite vor rund 3000 Zuschauern mit 34:21 (13:12) gegen Deutschland-Bezwinger Spanien durch.

HANDBALL 2008 Euro 2008 Norway - 0

Norwegen und Spanien waren bereits vor dem Finale für die nächste Weltmeisterschaft 2009 in China sowie die Europameisterschaft 2010 in Dänemark und Norwegen qualifiziert gewesen. Beste Torschützinnen waren Tonje Noestvold (7) für Norwegen sowie Begona Fernandez und Martha Mangue (je 4) für Spanien. Mit ihren sechs Treffern im Finale sicherte sich die Norwegerin Linn Kristin Riegelhuth (insgesamt 51 Tore) die EM-Torjägerkrone vor Grit Jurack (46), die im abschließenden Spiel der Deutschen um Platz drei aber wegen eines Fingerbruchs fehlte.

Guter Beginn von Spanien

Die Überraschungs-Mannschaft aus Spanien, die den deutschen Endspiel-Traum mit einem 32:29-Erfolg im Halbfinale beendet hatte, präsentierte sich anfangs taktisch bestens auf Norwegen eingestellt. Die Ibererinnen unterbanden das gefürchtete norwegische Gegenstoßspiel und führten mit 8:5 (17.). Erst danach fing sich der große Titelfavorit allmählich. Mit einer 5:0-Serie kippte Norwegen das Spiel, aber erst nach der Pause konnte sich der Olympiasieger absetzen ­ auch weil sich Torfrau Katrine Haraldsen steigerte.

Den Spanierinnen, die zum ersten Mal in der Geschichte ein Finale bei einem Großereignis erreicht hatten, fehlten danach die Kräfte und Möglichkeiten, den immer größer werdenden Rückstand aufzuholen. Norwegen setzte sich dank erfolgreicher Tempogegenstöße immer weiter ab und lag elf Minuten vor dem Ende bereits mit zehn Treffern Abstand (26:16) in Führung.

dpa / Eurosport

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