Eidgenossen triumphieren erneut

Eurosport - Mi 14.Nov. 11:13:00 2007

Erik Zabel und Leif Lampater haben beim Münchner Sechstagerennen den zweiten Platz belegt. Die Favoriten, die bereits in Dortmund geschlagen worden waren, verspielten kurz vor Schluss ihren Vorsprung und unterlagen in der Olympiahalle den Weltmeistern Bruno Risi/Franco Marvulli (Schweiz).

CYCLING 2007 Munich Sixdays Risi Marvulli - 0

Mit zwei Runden Rückstand fuhr das niederländische Duo Robert Slippens/Danny Stam auf den dritten Platz.

Bei der über 300 Runden führenden Schlussjagd fuhren der 37-jährige Zabel und sein zwölf Jahre jüngerer Partner Lampater pausenlos Angriffe, um den entscheidenden Rundengewinn zu erzielen, doch Risi/Marvulli gerieten nie ernsthaft in Verlegenheit und siegten mit 323 Punkten vor dem rundengleichen Duo (299) aus Deutschland. Für Risi, der im Vorjahr an der Seite von Zabel in München gewonnen hatte, war es bereits der siebte Sieg in der Olympiahalle.

Zuschauerzuspruch schwindet

Einen hervorragenden Eindruck hinterließ der 21-jährige Leipziger Erik Mohs, der an der Seite des routinierten Andreas Beikirch (Titz) nur zwei Runden auf die führenden Mannschaften verlor und den fünften Platz belegte. Ihr letztes Rennen auf der Münchner Bahn fuhren der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger Guido Fulst aus Berlin, der mehrmalige deutsche Meister Gerd Dörich (Sindelfingen) und der dreifache München-Sieger Andreas Kappes aus Köln.

Während in München erneut erstklassiger Sport geboten wurde, blieben die Zuschauerzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Mit 61 000 Besuchern kamen 15 Prozent weniger in die Olympiahalle als im Vorjahr. Deshalb schließt Wilfrid Spronk, Geschäftsführer der gastgebenden Olympiapark-GmbH, ein Ende der Traditionsveranstaltung nicht aus. "Es muss über Art, Umfang und Fortgang der Veranstaltung diskutiert werden", sagte Spronk, "sollte sich bei den weiteren Rennen im Winter zeigen, dass der Negativtrend auf deutschen Bahnen weitergeht, müssen wir uns die Frage stellen, ob es noch Sinn macht."

dpa / Eurosport