Bundesliga - Enke-Vertreter hält Bälle und den Mund

Eurosport - Mo 14.Sep. 12:35:00 2009

Auf seinen Reservetorwart konnte sich Hannover verlassen. Beim 0:0 in Bremen war Florian Fromlowitz der spielentscheidende Mann. Nur sprechen wollte er nicht. Über den torlosen Sonntagnachmittag von Bremen wollte der Mann des Spiels keine Worte verlieren. Dabei hätte er einiges zu erzählen gehabt.

FOOTBALL 2009-2010 Bundesliga Hannover 96 Werder Bremen - Hannover 96 Fromlowitz - 0

Mit geschlossenen Lippen schritt Florian Fromlowitz sowohl direkt nach Abpfiff als auch nach der Dusche an den wartenden Medienvertretern vorbei. Im Weserstadion sollten nur Taten sprechen - bzw. die Mannschaftskollegen und sein Trainer. "Es ist ein gutes Gefühl, dass die Nummer zwei absolut bundesligatauglich ist", freute sich Hannovers Coach Andreas Bergmann. "Überragend" sei die Leistung Fromlowitz' gewesen, befand sein Vordermann Christian Schulz. "Wir können uns sicher sein, dass wir eine sehr gute Nummer zwei haben2, so der Ex-Werderaner.

Wegen einer rätselhaften Erkrankung musste 96-Stammkeeper und -Kapitän Robert Enke in Bremen genauso pausieren wie vier Tage zuvor im Länderspiel gegen Aserbaidschan. Anders als in der Vorsaison, als nach Enkes Kahnbeinbruch ebenfalls Fromlowitz einsprang und im ersten Auftritt (2:5 gegen Hoffenheim) patzte, agierte er am gestrigen Sonntag vollkommen souverän.

Hannover stoppt Gegentorflut

Als Werder im zweiten Durchgang den Druck erhöhte, war der U-21-Auswahlspieler mit starken Paraden gegen Marko Marin (53. Minute) und Claudio Pizarro (58.) zur Stelle. Es sei erst recht "nicht einfach, wenn man ein Jahr gar nicht gespielt hat", sagte Teamkollege Schulz. "Florian weiß, dass wir ihm vertrauen", versicherte 96-Spielmacher Arnold Bruggink.

Dank Fromlowitz und einer konzentrierten Defensivleistung nahm Hannover verdient einen Punkt aus Bremen mit. Dass es dort auch ganz anders laufen kann, zeigten die letzten Jahre. 2:21 Tore und null Zähler lautete die erschreckende Bilanz aus 96-Sicht bei den letzten fünf Auftritten beim norddeutschen Rivalen. Grund zu feiern gab es für Bremens Tim Borowski und Hannovers Jiri Stajner, die beide jeweils ihr 200. Bundesligaspiel bestritten.

Bruggink: "Ein gewonnener Punkt"

"Insgesamt war Hannover viel in Bewegung", erklärte Bremens Trainer Thomas Schaaf. Seiner Elf habe "Ruhe und Souveränität" gefehlt. Vor allem in der ersten Halbzeit trat der UEFA-Cup-Finalist und Pokalsieger von 2009 seltsam behäbig auf. "Wir waren ein bisschen müde", räumte Mesut Özil ein. Von seiner in den vergangenen Wochen wiederholt präsentierten Galaform war der Deutschtürke dieses Mal weit entfernt. "Wir wollten unbedingt gewinnen, waren aber nicht konsequent genug", so Bremens Nummer elf.

Somit entwickelte sich ein zähes "kleines Nordderby" (Werder-Manager Klaus Allofs), welches neutrale Zuschauer gequält haben dürfte. Die Sympathien des Großteils der 34.000, die zur ausverkauften Baustelle Weserstadion pilgerten, waren indes klar verteilt auf Grün-Weiß oder Schwarz-Weiß-Grün. Gefreut hat sich nur letztgenannte Gruppe. "Unterm Strich ist das 0:0 für uns ein gewonnener Punkt", brachte es Bruggink auf selbigen.

TV-Tipp:

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Aus Bremen berichtet Alexander Marner / Eurosport

Kommentare 1 - 8 of 8

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  1. das ist der Unterschied zwischen Stürmer und Torwart:­ Stürmer einmal gut Nationalmannschaft, lach

    Von Breizh V, am Mo 14.Sep. 19:59
  2. ... und damit tut er das Beste, was ihm im Moment­ möglich ist. Er hat eine gute Leistung geboten und­ damit einen guten Mann gut vertreten. Viel mehr­ "gut" ist vorerst nicht drin. Soll er damit­ jetzt auf den Putz hauen?

    Sehen wir uns das Beispiel­ Rensing an. Als Kahn-Ersatz ebenfall gut. Was hat er­ für Ansprüche, wo steht er heute?

    Fromlowitz verhält­ sich also doch seinem Einsatz angemessen. Also gut!­ Warum jetzt der stille Vorwurf, er hielte den Mund?

    Von Andreas S, am Mo 14.Sep. 16:52
  3. Der zupft sich die Augenbrauen, der Fromlowitz!

    Von flobisle, am Mo 14.Sep. 13:26
  4. Ist doch richtiges Deutsch... Vielleicht bist du­ einfach schlicht weg zu dumm, um das Satzgefüge­ nachvollziehn und verstehen zu können?

    Von Christopher V, am Mo 14.Sep. 13:25
  5. wo?

    Von 4everKOPIE, am Mo 14.Sep. 12:25
  6. jep

    Von 4everKOPIE, am Mo 14.Sep. 12:24
  7. wo ist dein problem?

    Von Freddyi, am Mo 14.Sep. 11:57
  8. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    "Die Sympathien des Großteils der 34.000, die zur­ ausverkauften Baustelle Weserstadion pilgerten, waren­ indes klar verteilt auf Grün-Weiß oder­ Schwarz-Weiß-Grün. Gefreut hat sich nur letztgenannte­ Gruppe. "Unterm Strich ist das 0:0 für uns ein­ gewonnener Punkt", brachte es Bruggink auf­ selbigen."

    Mann, lern mal richtiges Deutsch!

    Von J_in_dublin, am Mo 14.Sep. 11:33
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