Eurosport - Di 14.Jul. 16:04:00 2009
Drei Weltjahresbestleistungen, zahlreiche Top- Zeiten und Weiten - Amerikas Asse sind nach den US-Trials bereit für Berlin. Die US-Stars wollen bei der WM vom 15. bis 23. August das Olympiastadion zu ihrer Bühne machen und heizen das Duell mit den Jamaikanern schon jetzt mit Kampfansagen an.
"Jamaika hatte ein gutes Jahr, und schon rechnet keiner mehr mit uns. Deshalb müssen wir uns wieder in Erinnerung bringen und zeigen, was wir können", erklärte 100 Meter-Meister Michael Rodgers, doch seine mit Windunterstützung gelaufenen 9,91 Sekunden dürften Olympiasieger Usain Bolt kaum schocken. Der Superstar verblüffte bei den zeitgleich stattfindenden jamaikanischen Meisterschaften mit 9,86 Sekunden - und hatte dabei sogar Gegenwind.
"Der Typ ist eine Bestie, aber ich ziehe meinen Hut vor ihm, denn er ist ein absoluter Champion", sagte Tyson Gay. Der dreimalige Sprint-Weltmeister, der im Vorlauf bei zu starkem Rückenwind flotte 9,75 Sekunden hingelegt hatte, kündigte trotz des jüngsten "Bolt-Blitzes" an, erneut das Triple holen zu wollen. "Mein Vorteil ist der Start, Usain hingegen kommt ab Mitte des Rennens - aber dann bin ich hoffentlich schon weg."
Crawfords Angriff auf die Jugend
Wieder da ist Shawn Crawford. Der 31-Jährige brachte sich mit windunterstützten 19,73 Sekunden im 200 Meter-Finale für das Duell gegen Jamaikas Jugend ins Gespräch. "Wir wollen dafür sorgen, dass die USA wieder das Sprint-Powerhouse werden, das wir waren", betonte der Olympia-Zweite, der die Pleite von Peking nicht vergessen hat. Im sieglosen Sommer 2008 liefen die US-Stars vor allem den Jamaikanern hinterher und blieben erstmals seit den Spielen 1908 bei Männern und Frauen ohne Gold über die 100 und 200 Meter, sowie in den 4x100 Meter-Staffeln.
Von einer Revanche wollte Crawford jedoch nichts wissen: "Es geht nicht um Revanche, sondern darum, zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung zu bringen. Die Rivalität zu Jamaika ist doch toll, denn sie bringt Weltklasse-Zeiten." Und die Amerikaner brauchen sich mit ihren Resultaten wahrlich nicht verstecken. Über die 100 Meter Hürden sprintete Olympiasiegerin Dawn Harper in 12,36 Sekunden zum Titel - einzig ein Rückenwind von 2,2 Metern/Sekunde verwehte eine neue Weltjahresbestzeit. Ähnlich erging es Allyson Felix im 200 Meter- Finale. Die Olympiazweite lief bei 3,2 Metern/Sekunde Rückenwind (maximal 2,0 Meter/Sekunde sind erlaubt) mit 22,02, Sekunden so schnell, wie noch keine Frau in diesem Jahr.
Lieblingsfarbe blau
Einzig bei Bershawn Jacksons 48,03 Sekunden im 400 Meter-Hürden- Finale wehte lediglich eine Brise, so dass "Batmans" Bestmarke jetzt die Jahresliste anführt. "Wir werden wieder alle drei Medaillen gewinnen, wir haben nun einmal die besten 400 Meter-Läufer der Welt. Ich mag die Bahn in Berlin und blau ist sowieso meine Lieblingsfarbe", meinte Jackson. Auch 400 Meter-Olympiasieger LaShawn Merritt steht auf blau - und glaubt wie schon in Peking an den kompletten Medaillensatz. "Unser Land hat eine erfolgreiche Geschichte über diese Strecke. Wir versuchen, sie fortzuführen und um ein Kapitel zu ergänzen."
Und das Olympiastadion ist bestens dazu geeignet, erwies es sich schon einmal als US-Goldgrube. Bei den Sommerspielen 1936 waren die US-Athleten mit 14 Mal Gold die erfolgreichste Nation. Vier Titel gewann Jesse Owens - drei davon im Sprint. "Zu laufen, wo er einst Geschichte geschrieben hat, motiviert mich nur noch mehr", so Gay.
Kommentare 1 - 2 of 2
Ja, bin auch schon neugierig, wer bei der WM über das beste Dopingmittel verfügt!
Gay hat nach seiner Olympia Pleite scheinbar auch wieder einen besseren Zugang!
Bolt streckt (wahrscheinlich von den Folgeerscheinungen des Dopens) auch schon permanent seine Zunge raus - diese Sprinter ticken ja wirklich alle nicht richtig.
Das Finale kann kommen, and this is how we said good bye in Germany_(GOOD BYE IN Germany),ME!!
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