Vikersund (dpa) - Die Nummer eins bleibt das Ziel: Mit einer ganz starken Mannschaftsleistung haben die deutschen nordischen Kombinierer ihre Anwartschaft auf den Gewinn der Weltcup-Nationenwertung beim Wettbewerb in Vikersund untermauert.
Eric Frenzel auf Rang vier, Johannes Rydzek auf Platz sieben, Björn Kircheisen als Achter und Tino Edelmann als Zwölfter sorgten für viele Punkte, mit denen der Vorsprung auf Norwegen auf 157 Zähler vor dem letzten Wettbewerb ausgebaut wurde.
Der Gesamtsieg in der Einzelwertung scheint dem Finnen Anssi Koivuranta nicht mehr zu nehmen zu sein. Er holte sich seinen siebten Saisonsieg und muss im letzten Rennen lediglich 30. werden, um sich erstmals die große Kristallkugel zu sichern.
«Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem haben unsere jungen Leute wieder aufhorchen lassen. Jetzt haben wir in der Nationenwertung ein schönes Polster und es müsste vieles schiefgehen, wenn wir diese nicht gewinnen», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der besonders von der Laufleistung seines Teams begeistert war.
«Es war heute ein harter Lauf, der Schnee war sehr tief. Da musste man sich ständig Konzentrieren und die Spannung halten, damit man nicht stürzt», sagte Frenzel (Oberwiesenthal), der im Endkampf neben Koivuranta nur noch Weltmeister Bill Demong (USA) und dem Norweger Magnus Moan den Vortritt lassen musste. «Die laufen noch in einer anderen Liga», sagte der Sachse.
Anders als Frenzel konnte Kircheisen (Johanngeorgenstadt) sich nicht während des gesamten Laufes auf den Ski halten. «Ich bin in eine Spurrinne gekommen und weggekippt», sagte Kircheisen. «Das hatte aber keinen Einfluss auf das Rennen. Ich konnte das Tempo von Magnus nicht mitgehen, habe wohl nicht mehr die Laufform», meinte Kircheisen, der aber immerhin von Rang 19 noch nach vorn auf den achten Platz lief.
Im Feld der Geschlagenen fand sich Georg Hettich (Schonach- Rohrhardsberg). Der Olympiasieger von Turin kam nun bereits die dritte Saison nacheinander nicht in Tritt. Bei einem Gespräch mit Weinbuch sagte er aber, dass er die Olympia-Saison noch einmal angehen wolle. «Wir werden alles versuchen und Wege finden, um ihn noch mal zu entwickeln. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Jungen fördern, damit wir von ihnen vielleicht schon bei Olympia profitieren können», betonte Weinbuch.


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