Eurosport - Fr 14.Mrz. 13:43:00 2008
Nachdem Kiel durch einen 32:26-Erfolg gegen Ademar Leon das Halbfinal-Ticket gebucht hat, gehen die deutsch-spanischen Duelle am Wochenende weiter. Am Samstag gastiert der HSV Hamburg bei Portland San Antonio, einen Tag später will der VfL Gummersbach bei Ciudad Real die große Chance nutzen.
HSV Hamburg-Portland San Antonio (Samstag, 18:00 live bei Eurosport)
Den Hanseaten reicht ein Punkt in Pamplona zum Weiterkommen. Zwar könnte Croatia Zagreb bei einem Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt ebenfalls auf acht Zähler kommen, doch der direkte Vergleich spricht für den HSV.
Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb muss im "Pabellon Universitario de Navarra" aber dennoch voll auf Sieg spielen - denn zum einen macht es im Handball wenig Sinn, auf ein Remis zu hoffen, zum anderen ist Portland derart stark besetzt, dass ein zögerliches Auftreten eine klare Niederlage nach sich ziehen würde. Vor allem der Kroate Ivano Balic ragt heraus. Der 29-jährige zentrale Rückraumspieler ist Dreh- und Angelpunkt im Team von Trainer Javier Cabanas.
Mangelndes Selbstvertrauen kennt man bei den Nordspaniern nicht: "Mindestens das Finale", gab Vereinspräsident Juan Ignacio San Miguel schon vor der Saison als Ziel in Europas Königsklasse an. Dazu bedarf es allerdings eines Erfolges gegen Hamburg mit mindestens drei Toren Unterschied, denn das Hinspiel an der Elbe gewannen die Norddeutschen mit 32:29.
Ciudad Real - VfL Gummersbach (Sonntag, 18:00 live bei Eurosport)
Dass die Gummersbacher überhaupt ein "Endspiel" um den Halbfinaleinzug gegen den spanischen Meister bestreiten, ist für den Bundesliga-Sechsten bereits ein Riesenerfolg. Aber "jetzt wollen wir auch Ciudad Real schlagen", zeigte sich Schlussmann Nandor Fazekas gegenüber Eurosport optimistisch. Die Nordhrein-Westfalen, derzeit auf Tabellenplatz zwei, brauchen unbedingt einen Auswärtssieg, um die Spanier noch abzufangen.
Allerdings ist der VfL in der Quijote Arena klarer Außenseiter, denn Ciudad gilt neben Kiel und Barcelona als Topfavorit auf den Titel. Die Mannschaft von Trainer Talant Dujshebaev ist auf allen Positionen exzellent besetzt und hat mit Javier Hombrados (Tor), Alberto Entrerrios (Rückraum), Didier Dinart (Kreis) oder Rolando Urios (Kreis) absolute Ausnahmekönner in ihren Reihen.
Der 12-fache Deutsche Meister muss, wie schon bei der bitteren 27:28-Niederlage im Hinspiel, mit Kampfgeist und Willen dagegenhalten. Zu Hause in der Kölnarena hätte es fast gereicht für den VfL. Beim Stand von 27:27 scheiterte Momir Ilic 35 Sekunden vor Spielende an Hombrados, im Gegenzug besiegelte Entrerrios die Gummersbacher Niederlage.
Tobias Laure / Eurosport