Bundesliga - Vinicius will Ismael nicht weichen

Eurosport - Do 14.Feb. 16:38:00 2008

Bei Hannover 96 ist vor dem Sonntags-Knaller gegen den FC Bayern München ein Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung entbrannt. Vinicius muss nach schwacher Leistung gegen den Karlsruher SC (2:2), in dem er bei beiden Gegentoren nicht gut aussah, wohl für Valerien Ismael auf der Bank Platz nehmen.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Hannover Ismael - 0

Freiwillig räumt Vinicius seinen Stammplatz bei 96 für den Neuzugang von den Bayern natürlich nicht. "Ich werde Gas geben und hart arbeiten. Ich weiß, dass ich schon bessere Spiele gemacht habe, aber die ganze Mannschaft hat ihr Potenzial nicht abgerufen", sagte Vinicius der "Bild".

Bei Trainer Dieter Hecking werden die Kandidaten für die Innenverteidigung - neben Vinicius und Ismael gehört auch Frank Fahrenhorst dazu - in dieser Woche besonderes beobachtet. "Jeder muss sich dem Konkurrenzkampf stellen, jeden kann es treffen", so Hecking.

Die Protagonisten sind sich indes sicher, in der Anfangself zu stehen. Während Vinicius "das Vertrauen, dass ich beim Trainer und den Mitspielern genieße", spürt, ist sich auch Ismael seiner Sache sicher: "Bin ich bei 100 Prozent, spiele ich auf jeden Fall", sagte der Verteidiger dem "kicker". Dass Ismael fit ist, bestätigte Hecking bereits. Damit könnte der Franzose zu seinem 96-Debüt ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub kommen.

Auch im defensiven Mittelfeld sind die Plätze umkämpft. Christian Schulz könnte erstmals bei 96 auf der Bank Platz nehmen, da Hecking gegen die Bayern wohl eher die defensivere Variante mit Altin Lala und Hanno Balitsch bevorzugt.

Schlaudraff - Verstärkung im offensiven Mittelfeld?

Im zentralen offensiven Mittelfeld sucht Hannover übrigens noch nach einer Verstärkung. Ins Auge gefasst hat Hecking dafür den Bayern-Reservisten weiterhin Jan Schlaudraff, den er noch aus seiner Zeit in Aachen kennt. "Wir haben Kontakt und ich schaue, welche Einsatzzeiten er hat", sagte der 96-Coach. Sollte Schlaudraff wechselwillig sein, müssten die Hannoveraner aufgrund finanziell stärkerer Konkurrenten auf den "Ziehvater Hecking" setzen.

Maik Eckardt / Eurosport