Eurosport - Sa 13.Dez. 19:13:00 2008
Deutschlands Handball-Frauen haben auch ihr drittes Halbfinale hintereinander verloren und bei der EM in Mazedonien das ersehnte Endspiel verpasst. Der WM-Dritte unterlag am Samstag gegen das Überraschungsteam Spanien mit 29:32 (13:12).
Die Mannschaft muss sich wie bei der WM 2007 und der EM 2006 mit dem "kleinen Finale" trösten. Im Spiel um Platz drei trifft die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag (14 Uhr) an gleicher Stelle auf den Verlierer des Duells zwischen Olympiasieger Norwegen und Weltmeister Russland. Beste deutsche Torschützinnen waren Grit Jurack (9/1) und Nadine Krause (6).
Jurack fehlt im kleinen Finale
Deutschlands beste Torschützin wird ihrer Mannschaft im "kleinen Finale" jedoch fehlen. Die 31 Jahre alte Rückraumspielerin vom dänischen Spitzenclub Viborg HK erlitt wie befürchtet den Bruch ihres kleinen Fingers der rechten Hand, wird noch vor der Partie gegen Russland abreisen und voraussichtlich am Montag in Viborg operiert. "Ich weiß nicht, ob ich spielen kann", hatte sie bereits vor der traurigen Diagnose erklärt, ihren Teamkolleginnen aber fürs kleine Finale Mut gemacht: "Wir haben letztes Jahr das Halbfinale auch verloren. Jetzt wollen wir wieder die Bronzemedaille."
Geknickt hatte auch der Bundestrainer auf die Niederlage und Juracks Verletzung reagiert. "Wenn sie ausfällt, wäre es natürlich eine entscheidende Schwächung. Es ist jammerschade. Wir haben ein tolles Turnier gespielt, aber das Sahnehäubchen fehlt jetzt. Aber es gibt keinen Halbfinal-Fluch", sagte Armin Emrich. Trotzdem will auch Spielmacherin Anna Loerper mit einem Sieg das Turnier beenden. "Es wird schwer, den Schalter umzulegen. Aber wir wollen uns nochmal eine Bronzemedaille umhängen nach dem bisher tollen Turnier, das wir mit dem verpassten Finale etwas verbockt haben", sagte sie. In der Hauptrunde hatte das DHB-Team mit 27:22 gegen Russland gewonnen.
Jurack übertrifft 1500 Tore-Marke
Vor nur 1000 Zuschauern in der Arena "Boris Trajkovski" konnte die deutsche Mannschaft in Bestbesetzung auflaufen. Auch Stefanie Melbeck und Anne Müller, die im letzten Hauptrundenspiel gegen Russland noch gefehlt hatten, waren diesmal dabei. Dank der starken Torfrau Clara Woltering und einer eklatanten Abschlussschwäche der Spanierinnen erwischte Deutschland einen perfekten Start und zog auf 9:4 (18.) davon. Das 9:4 war gleichzeitig das 1500. Länderspiel-Tor von Kapitän Grit Jurack.
Nach einer Auszeit steigerten sich die Ibererinnen, die in der ersten Viertelstunde allein viermal Pfosten oder Latte getroffen hatten. Sie verkürzten auf 8:10 (23.) und glichen kurz vor der Halbzeit beim 12:12 erstmals aus. Die Deutschen leisteten sich gegen Ende der ersten Hälfte zu viele Ballverluste in der Offensive, gingen jedoch nach dem vierten Treffer von Nadine Krause, zuvor brutal von Martha Mangue gefoult, mit einem 13:12 in die Kabine.
Deutschland nicht mehr so stabil
Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau des Spiels nicht besser. Viele Fehler und Ballverluste unterstrichen die Nervosität auf beiden Seiten. Deutschland konnte sich nicht absetzen, im Gegenteil: Beim 16:15 (38.) ging Spanien erstmals in Führung. Weil die deutsche Abwehr bei weitem nicht mehr die Stabilität aus der Anfangsphase hatte, dem Angriff die Effektivität fehlte und sich die spanische Torhüterin Micaela Ciobanu steigerte, vergrößerte sich der Rückstand zwischenzeitlich auf 20:24 (49.).
Die Spanierinnen, zum ersten Mal überhaupt in einem Halbfinale, präsentierten sich nicht übermächtig, sondern nur motivierter, kampfstärker und effektiver. Beim 27:22 (51.) war die Vorentscheidung gefallen. Die DHB-Auswahl hatte zuvor noch nie gegen Spanien verloren. 17 Siegen stand vor dem Halbfinale ein Remis gegenüber. Vor der Partie war Anna Loerper von DHB-Präsident Ulrich Strombach mit einem Blumenstrauß für ihr 100. Länderspiel ausgezeichnet worden.
Kommentare 1 - 3 of 3
Was deutsche Spieler nicht können und leider immer verboten bekommen ist, wenn sie selbst vorne wie bekloppt gefoult werden mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Wenn mich irgendwelche ****** als Sandsack benutzt haben, gab es nur eins - voll auf die Fresse. Einer von uns liegt am Boden, dann liegt beim nächsten Angriff einer von denen unten und hält sich Gesicht, Arm und Eier. Das ist die einzige Sprache die andere Mannschaften verstehen. Aber was passiert ? Einem Hens wird von einem W***er der nur auf dem Feld ist um brutal reinzuklotzen (der Schwede konnte alles, nur kein Handball spielen, vermutlich nicht mal nen Ball fangen) das Bein gebrochen, und die Deutschen stehen daneben und schauen "betroffen" zu Boden. Was ich erwarte ist dass so ein Typ mit einem Jochbeinbruch vom Feld getragen wird. Leider sind Deutsche dafür immer zu lasch.
was sind Schiries?
Naja sie haben halt ihre chancen nicht genutzt ...da sind sie selber Schuld aber irgendwie hab ich immer noch das Gefühl das die Schiries was gegen die Deutschen haben!!!! Deutschland hat selber Schuld das sie dieses Finale verpasst haben
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