Eurosport - Fr 13.Jun. 10:16:00 2008
Rafael Nadal hat beim ATP-Turnier in Queens das Viertelfinale erreicht. Das 18-jährige Nachwuchstalent Kei Nishikori verlangte dem Weltranglisten-Zweiten allerdings alles ab und unterlag am Ende nach zwei Stunden und vier Minuten nur knapp mit 4:6, 6:3 und 3:6. Ebenfalls weiter ist Novak Djokovic.
Der Weltranglisten-Dritte besiegte seinen Landsmann Janko Tipsarevic nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende klar mit 2:6, 6:1, 6:4.
Mit 14 Jahren verließ Nishikori seine Heimatstadt Shimane in Richtung Bradenton im Bundesstaat Florida um in der Talentschule von Nick Bollettieri zu trainieren. Erstmals international für Aufsehen konnte der Japaner im Februar dieses Jahres sorgen. Im amerikanischen Delray Beach spielte sich der 113. des Rankings als Qualifikant bis ins Endspiel, wo er den aktuellen Weltranglisten-Siebten James Blake bezwang. Er ist damit der jüngste Turniersieger seit Lleyton Hewitt 1998 als 16-Jähriger in Adelaide gewann.
Visitenkarte für die Zukunft
Gegen den zweifachen Wimbledon-Finalisten Nadal spielte Nishikori von Beginn an völlig befreit auf und lieferte sich mit dem Mallorquiner zahlreiche spektakuläre Ballwechsel. Der French-Open-Sieger bewegte sich auf dem neuen Untergrund zwar schonn erstaunlich gut, schaffte aber erst im siebten Spiel das erste Break der Partie. Wer gedacht hatte, dass der Weltranglisten-113. nun klein beigeben würde, sah sich getäuscht. Nishikori nutze seine sechste Breakchance der Partie, hielt anschließend seinen Aufschlag und erzwang einen Entscheidungssatz. Am Ende fehlte es dem Japaner noch etwas an Substanz um die Überraschung perfekt zu machen, eine starke Visitenkarte für die Zukunft hat er dennoch abgeliefert.
Im Viertelfinale bekommt es Nadal nun mit Ivo Karlovic zu tun. Der kroatische Aufschlagriese setzte sich in 56 Minuten mit 6:3, 7:5 gegen den Chilenen Fernando Gonzalez durch. Der Weltranglisten-22. schlug insgesamt zehn Asse und gab bei eigenem Service nur gerade vier Punkte ab.
Hewitt in Wimbledon-Form
Die einzige Wimbledon-Hoffnung der Briten Andy Murray konnte sich gegen den French-Open-Überraschungsmann Ernests Gulbis in exakt zwei Stunden mit 5:7, 6:1, 6:4 behaupten. Der 21-Jährige, der im letzten Jahr die Rasensaison verletzungsbedingt komplett verpasste, bekommt es nun mit Andy Roddick zu tun. Der Weltranglisten-Sechste entschied einen hochstehenden ersten Satz gegen seinen Kumpel Mardy Fish erst im Tie-Break mit 7:5 für sich. Danach entschied sich Fish, aufgrund einer Fußverletzung nicht mehr weiterzuspielen.
Ebenfalls in der Runde der letzten acht stehen Lleyton Hewitt, Richard Gasquet und David Nalbandian. Der Australier besiegte den an Position sieben gesetzten Franzosen Paul-Henri Mathieu glatt mit 6:4, 6:4 und unterstrich damit, dass mit ihm in Wimbledon wieder zu rechnen ist. Gasquet gewann im Duell zweier ehemaliger Wimbledon-Halbfinalisten gegen Mario Ancic mit 7:6 (7:5), 6:4. Der Argentinier Nalbandian bezwang den Vorjahresfinalisten Nicolas Mahut aus Frankreich mit 6:4, 6:1.
Kommentare 1 - 6 of 6
rafffaaa
Schauen wir mal was NALBANDIAN diese Woche machen kann. Wenn er im Topform ist, genießt man, sein Spiel anzuschauen. Aber das ist leider selten der Fall.
Der Japaner war sehr gut. Weiter so. Kannst was für die Zukunft werden.
federer
vamos rafa
go rafa go
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