Bundesliga - VfB feuert Schäfer - kommt Lehmann?

Eurosport - Di 13.Mai. 23:03:00 2008

Es war nur ein kurzes Gastspiel von Raphael Schäfer beim VfB Stuttgart. Der Torhüter, der erst zu Saisonbeginn aus Nürnberg gekommen war, ist einen Spieltag vor Saisonende von den VfB-Verantwortlichen vom Dienst freigestellt worden. Die Schwaben sollen Kontakt zu Nationalkeeper Jens Lehmann haben.

FOOTBALL 2007-2008 Bundesliga Stuttgart Schäfer - 0

Der Mann vom FC Arsenal könnte in den kommenden beiden Jahren mit daran arbeiten, Nachwuchs-Torhüter Sven Ulreich zum Spitzenkeeper zu formen. Beim letzten Spiel der Saison in Bielefeld wird der 19-Jährige wieder im Tor stehen. Bis dahin soll das Thema beim VfB nicht weiter hochgekocht werden. "Unser Fokus liegt auf dem Spiel am Samstag gegen Bielefeld - da wollen wir uns noch für den Uefa-Cup qualifizieren", erklärte Manager Horst Heldt gegenüber der "Bild".

Lehmann kokettiert - Heldt mauert

Lehmann jedenfalls wäre für eine Rückkehr in die Bundesliga bereit und schließt nicht aus, dass ihn sein Weg nach Stuttgart führen könnte. "Ja, für den Fall, dass ich weiterspiele, kann ich mir das vorstellen. Der VfB ist schließlich ein etablierter Bundesliga-Verein", sagte Deutschlands aktuelle Nummer eins. Lehmanns Vertrag beim FC Arsenal läuft zum 30. Juni aus und wird nicht verlängert. Einem Neustart in Deutschland stünde demnach nichts im Wege.

Während der Nationaltorhüter schon die Fühler ins "Ländle" auszustrecken scheint, dementieren die VfB-Verantwortlichen rigoros alle kursierenden Gerüchte. "Ich sage dazu nichts. Ich gehe nicht darauf ein, was die eine oder andere Zeitung spekuliert", mauerte Sportdirektor Horst Heldt. "Ich habe allen gesagt, dass ich mich vor Saisonende nicht mehr zu irgendwelchen Personalien äußere. Wir konzentrieren uns jetzt nur auf das Spiel gegen Bielefeld, alles andere besprechen wir danach", so Heldt weiter. Gerüchte über eine telefonische Anfrage bei Lehmann kommentierte er nur süffisant: "Wir haben uns schon öfter unterhalten. Wir kennen uns ja schon länger."

Schäfer wird "sich selbst überlassen"

Schäfer dagegen scheint keinerlei Zukunft mehr bei den Schwaben zu haben. Trainer Armin Veh stimmte jedenfalls schon zum Abgesang auf den 29-jährigen Schlussmann an: "Er war schon nicht akzeptiert, als er noch gar nicht da war und hatte einen schweren Start. Der Schatten von Timo Hildebrandt war zudem sehr lang. Dann hat er nicht gut gespielt und es hat sich hochgeschaukelt." Dabei zeigte der Coach Verständnis für die Situation des ehemaligen Stammtorhüters: "Das ist auch eine menschliche Sache.Es wäre für ihn unter diesen Umständen unzumutbar gewesen, im eigenen Stadion aufzulaufen."

Der Torhüter kann sich trotz seiner Ausmusterung eine Zukunft beim VfB vorstellen. "Ich habe das Angebot des Vereins angenommen, nicht am Trainingsbetrieb bis zum Saisonende teilzunehmen. Ich bin aber dennoch ein Teil der Mannschaft und werde dies auch bleiben", sagte Schäfer der "Welt". Am Saisonabschluss der Mannschaft wolle er teilnehmen, kündigte Schäfer an. "Alles Weitere wird sich ergeben."

Fabian Kunze / Eurosport