Peking (dpa) - Das schwere Erdbeben in China, das bis in die chinesische Hauptstadt Peking deutlich zu spüren war, hat nach Angaben der Organisatoren keine Auswirkungen auf die Olympischen Spiele im Sommer.
Die Wettkampfstätten seien erdbebensicher und streng nach Vorschrift gebaut worden, berichtete der Sprecher des olympischen Nachrichtenzentrums, Wu Kun. «Sie sind von dem gestrigen Erdbeben nicht beeinflusst worden.» Das Erdbeben in der 1500 Kilometer entfernt gelegenen südwestchinesischen Provinz Sichuan habe kaum Auswirkungen auf Peking und andere Austragungsorte gehabt. «Es hat keinen Einfluss auf die Pekinger Sommerspiele im August.»
Der Sprecher der Erdbebenwarte in Peking, Gu Yongxin, sagte, die Wettkampfstätten hätten «den Test bestanden». Die Erdstöße am Vortag hatten in der Hauptstadt die Stärke von 3,9 erreicht. Die olympischen Stadien könnten sogar bis zur Stärke 8 aushalten, berichtete der Sprecher der Tageszeitung «Chongqing Chenbao». Es sei viel Ausrüstung eingebaut worden, die Daten über Schäden durch Erdbeben übermitteln. Nach der Auswertung der Informationen sei klar, «dass die Wettkampfstätten durch das Beben in keinerlei Weise beeinträchtigt oder beschädigt worden sind», sagte der Sprecher.
Auch der olympische Fackellauf in China wird wie geplant fortgesetzt. Das erklärte das Olympia-Organisationskomitee (BOCOG) in Peking. Die Etappe durch die betroffene Provinz Sichuan werde nach derzeitigem Stand nicht beeinträchtigt, sagte BOCOG-Sprecher Zhang Zhaonan. Die Flamme soll vom 15 bis 18 Juni durch sieben Städte in Sichuan getragen werden, unter anderem die nicht weit des Epizentrums gelegenen Städte Mianyang und Guanghuan sowie die Provinzhauptstadt Chengdu.
Nach Angaben des Außenministeriums soll eine Entscheidung über den Fackellauf aber «nach Situation» gefällt werden. Das Pekinger Organisationskomitee werde den Verlauf der Katastrophe beobachten und darauf eine Einschätzung der Lage geben. «Bis jetzt» habe es aber noch keine Veränderung des Ablaufplans gegeben, erklärte der Ministeriumssprecher Qin Gang vor Journalisten in Peking. «Das Erdbebengebiet liegt nicht auf der Route des Fackellaufs», sagte Li Zhanjun, der Leiter des Pekinger Medienzentrums für die Olympischen Spiele nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua. Aktuell machte die olympische Flamme im Ort Longyan der südchinesischen Provinz Fujian Station.


