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Norwegen jubelt über Viertelfinale

Di 13 Mai, 12:12 Uhr


Halifax (dpa) - Norwegen hat mit deutscher Hilfe die Eishockey- Sensation geschafft und darf im Viertelfinale der Weltmeisterschaft den gastgebenden Titelverteidiger Kanada herausfordern.

Die Skandinavier kassierten zwar eine 1:9-Pleite gegen die USA. Doch dank des deutschen 5:3-Erfolgs über Lettland behauptete Norwegen den vierten Rang in der Zwischenrundengruppe F.

Die Kanadier, die sich mit 6:3 über Finnland den Sieg in der Staffel gesichert hatten und damit ein Duell mit den USA vermieden, sind auf dem Weg zum angestrebten 25. Titel aber gewarnt. Der Rekordweltmeister bezwang die Norweger in der Zwischenrunde nur knapp mit 2:1. Unterschätzen dürften die Gastgeber den zuletzt müde wirkenden Kontrahenten, der von Ex-Bundestrainer George Kingston beraten wird, wohl nicht.

Mit Spannung erwartet wird zudem in Halifax die Revanche zwischen den USA und Vizeweltmeister Finnland. Erst im Gruppenspiel hatten sich die beiden Teams mit einer Prügelei nach dem 3:2 der Skandinavier verabschiedet. Vor allem Finnlands Phantom-Treffer zum 1:2, bei dem der Puck von der Seite ins Netz gerutscht war, hatte die Aufregung noch verstärkt - insbesondere bei US-Trainer John Tortorella. «Jetzt geht es um die Wurst. Jetzt findet man heraus, was für einen Club man beisammen hat», sagte er.

Auch in Québec kommt es zu Neuauflagen zweier Zwischenrundenpartien, wenn zunächst Olympiasieger Schweden gegen Tschechien antritt, danach Russland gegen die Schweiz. Schweden siegte durch zwei Tore in der Schlussphase 5:3 über Tschechien. Russland holte sich mit 5:3 über die Schweiz Platz eins in der Staffel E und gewann wie Kanada bei dieser WM bisher alle seine sechs Spiele.

Die Schweizer schafften gegen Schweden aber schon einen Erfolg über einen Favoriten und brachten die Russen nach einem 0:4-Rückstand im letzten Drittel in einige Schwierigkeiten. «Das gibt uns eine Menge Selbstvertrauen. Unsere Spieler haben niemals aufgegeben. Das hat gezeigt, was wir am Mittwoch tun müssen», sagte Trainer Ralph Krueger. «Das war ein guter Weckruf für uns», meinte Russlands Stürmer Ilja Kowaltschuk und zeigte sich zuversichtlich, dass die seit 15 Jahren auf einen Titel wartenden Russen nicht erneut Probleme mit den unbequemen Eidgenossen bekommen.

Im Halbfinale treffen dann die Sieger der Partien Russland - Schweiz und Finnland - USA, danach die Gewinner der Begegnungen Kanada - Norwegen und Tschechien - Schweden aufeinander.

 

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