Eurosport - Mo 13.Apr. 14:32:00 2009
Real Madrid bleibt für Spitzenreiter FC Barcelona weiter ein unerbittlicher Verfolger. Mit nur sechs Punkten Rückstand haben die "Königlichen" weiter alle Chancen auf den Titel.
Der Zweikampf der Erzrivalen geht weiter. "Real wirft noch nicht das Handtuch", titelt das Haupstadt-Blatt "Marca". Es ist noch alles drin, immerhin sind noch acht Spieltage zu spielen. Und, Taktgeber Barcelona stehen in den kommenden Wochen sicher noch extrem schwere Matches in der Champions League bevor. Wie schon so häufig siegte Real auch gegen Real Valladolid: schmucklos, aber verdient. 2:0 hieß es am Ende. "Ein Spiel zum Vergessen", mault "As". Vor allem die erste Halbzeit war ein ziemlicher Grottenkick. Eine Beleidigung für die 70.000 im Bernabéu. Gerade zuhause findet das Team keinen Rhythmus und keinerlei Spielfluss.
"Ein Triumph der Unperfekten"
Das vernichtende Urteil von "As": "Ein Triumph der Unperfekten. Madrid war alles andere, nur keine Mannschaft!" Andererseits erkennt die Zeitung auch Reals Vorzüge: "Sie lassen nie die Flügel hängen, sie geben niemals auf, sie glauben immer an sich. So sind Reals Erfolge in erster Linie Siege ihres herausragenden Selbstbewusstseins." Aber wenn Weltfußballer wie Raúl, Robben, Pepe und Cannavaro keinen Mumm haben, wer dann?
Puyol, Eto'o und Xavi vielleicht, die Stars vom ungeliebten Meisterschaftsrivalen, aber die drei durften am Wochenende weitgehend pausieren. Barcelona gewann zwar sein Heimspiel gegen Recreativo Huelva ebenfalls mit 2:0, gab aber kein so besonders gutes Bild ab. Es war eher peinlich, was die Guardiola-Elf im heimischen Camp Nou bot. "Iniesta führte einen Tabellenführer zum Erfolg, den man nicht wiedererkannte", schrieb "Marca" treffend. Klar, dass sich die spanische Presse verwundert die Augen reibt. Am Mittwoch zerrupften die Katalanen noch in einer wahren Gala den Weltklub FC Bayern, und nun haben sie arge Probleme gegen den Provinzverein aus Huelva. Recre rangiert nur auf Platz 18 und ist in akuter Abstiegsnot.
Iniesta rettet Barca
Messi & Co. gewannen nur, weil ihnen der schwarze Mann zu Hilfe kam. Iturralde González war ein Heimschiri wie aus dem Bilderbuch. Erst gab es einen unberechtigten Handelfmeter, den Messi vergab (81.), 50 Sekunden später erkannte er ein reguläres Tor von Recre-Mittelstürmer Ersen Martin wegen angeblicher Abseitsstellung ab. Fest steht: Ohne Andres Iniesta hätte Barca wohl eine Bauchlandung erlitten, die Nummer 8 war der Einzige in Topform.
Überraschend: Diesmal durfte sogar Alexandr Hleb mitmischen. Der Ex-Stuttgarter wurde 16 Minuten vor dem Ende für Mittelfeldchef Iniesta eingewechselt. Ob das ein gutes Zeichen für den dribbelstarken Weißrussen ist? Unwahrscheinlich, der frühere Star vom FC Arsenal wird es weiter schwer haben, in Barcas Übermannschaft seinen Platz zu finden, die Konkurrenz ist eben einfach zu stark. Vielleicht darf Hleb schon am Dienstag abend wieder ran. Denn dann "boxt" Barca wieder einen Sparringspartner der leichteren Art: den FC Bayern.
Kommentare 1 - 3 of 3
wer sind die unperfekten
Das lässt befürchten, dass Barca auch in München nur das Notwendigste tun wird.
Aber die Truppe um den WeissWurstGrinser hat sich eh keine Fussballgala verdient.
Wird wohl ein langweilige 3:2 oder so ähnlich werden.
Typisches Mediengefasel - man kann in einer Saison nicht 80 Topspiele abliefern. Effizienz ist das Zauberwort und letztenendes zählen eh nur die Punkte.
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