Eurosport - So 13.Apr. 18:41:00 2008
Der Belgier Tom Boonen (Quick Step) hat die 106. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix vor dem Schweizer Fabian Cancellara (CSC) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre) souverän im Zielsprint gewonnen. Bester Deutscher wurde Sven Krauss (Gerolsteiner) auf dem 18. Rang.
Der Belgier profitierte von seinen Sprinterqualitäten und setzte sich im Velodrom von Roubaix souverän gegen den Schweizer Fabian Cancellara und den Italiener Alessandro Ballan durch. "Im Finale war ich der Frischeste. Zuletzt gab es viel Kritik, heute habe ich es den Kritikern gezeigt", sagte der Sieger überglücklich im Ziel. Boonen sicherte sich damit nach 2005 bereits den zweiten Titel bei der "Königin der Klassiker".
Der Niederländer Martijn Maaskant vom Team Slipstream wurde mit einem Rückstand von 3:39 Minuten überraschend Vierter. Vorjahressieger Stuart O'Grady (CSC) landete mit 3:57 Minuten auf dem fünften Rang. Als bester Deutscher erreichte der 25-jährige Sven Krauss 7:18 Minuten hinter dem Belgier als 18. das Ziel in Roubaix.
Die "Hölle des Nordens" mit seinen 28 Kopfsteinpflaster-Passagen und einer Länge von 52,8 Kilometer sorgte auch in der 106. Auflage des berühmtesten Frühjahrsklassikers wieder für enorme Spannung. Immer wieder gab es zahlreiche Stürze auf den holprigen Kopfsteinpflaster-Passagen, die jedoch glücklicherweise keine schwerwiegenden Verletzungen mit sich zogen. Hunderttausende Zuschauer säumten auch diesmal die Strecke und kamen besonders an den holprigen Passagen auf ihre Kosten.
Hincapie nur auf dem 9. Rang
35 Kilometer vor dem Ziel sorgte der Schweizer Fabian Cancellara wohl für die Entscheidung: Der Sieger des Klassikers Mailand-San Remo attackierte und nur Boonen und Ballan konnten folgen. Die drei fuhren recht schnell einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger um Vorjahressieger Stuart O'Grady und den diesjährigen Flandern-Rundfahrt-Sieger Stijn Devolder heraus. Mitfavorit George Hincapie vom Team High Road hatte Pech und verlor nach einem Sturz des Niederländers Steven Langeveld (Rabobank) viel Zeit und den Anschluss zum Führungstrio. Mit einem Rückstand von 5:12 Minuten landete der US-Amerikaner auf dem 9. Platz.
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David Schaub / Eurosport