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Überraschendes Lehmann-Comeback gegen ManU

So 13 Apr, 17:35 Uhr


London (dpa) - Jens Lehmann hat beim FC Arsenal ein überraschendes Comeback erlebt. Deutschlands 38 Jahre alter Nationalkeeper steht im vorentscheidenden Spiel beim Spitzenreiter Manchester United im Tor, da sein Rivale Manuel Almunia wegen einer Handgelenkverletzung passen musste.

Zuvor hatte die Rivalität zwischen Lehmann und seinem 30 Jahre alten Konkurrenten einen neuen Höhepunkt erreicht. Almunia hatte Lehmanns kritische Äußerungen über die bisherigen Saison-Leistungen des Spaniers mit deftigen Worten gekontert. «Es ist einfach unglaublich. Ich weiß, dass er mich hasst», sagte er der britischen Tageszeitung «The Guardian».

Arsenal-Trainer Arsène Wenger hatte dagegen mehr Verständnis für Lehmanns Wutausbruch gezeigt. Er habe nur «respektvolle Meinungsverschiedenheiten» dem deutschen Schlussmann gehabt, sagte der Franzose vor dem Match gegen ManU. «Er kämpft um seinen Platz», sagte Wenger, »Ich erwarte nicht von ihm, dass er sagt: 'Ja, ich bin froh, dass ich nicht spiele.' Wenn er nicht spielt, ist er unglücklich.»

Alumnia zeigte sich von Lehmanns Kommentaren derweil unbeeindruckt: «Er kann sagen, was er will. Er ist mir egal.» Er habe mit Lehmanns Verhalten «tagtäglich» umgehen müssen, seit dieser zum Saison-Auftakt nach zwei Patzern seinen Stammplatz verloren habe, «und sogar davor», erklärte Almunia.

Am 10. April hatte Lehmann seinen Rivalen im «kicker» als eher durchschnittlichen Keeper hingestellt: «Es ist nicht lustig, auf der Bank hinter jemandem zu sitzen, der erst mit 30 angefangen hat zu spielen», sagte der 38 Jahre alte Schlussmann, der - anders als im Club - in der deutschen Nationalelf die unangefochtene Nummer 1 ist. Wenger hingegen hatte nach wenigen Saisonspielen den Keeper gewechselt und Almunia den Vorzug vor Lehmann gegeben.

Almunia ließ Lehmanns Kritik nicht kommentarlos auf sich sitzen und verhöhnte seinen Mitstreiter. Im Training würde er immer mit Lukasz Fabianski und Vito Mannone, aktuell Nummer 3 und 4 im Arsenal- Tor, arbeiten. «Sie sind sowieso die besseren Torhüter als er», spottete der Spanier. Er scheint auch nicht an einer Verbesserung des Verhältnisses nicht interessiert. Almunia: «Wenn er jemand Wichtiges für mich wäre, würde ich versuchen, mit ihm zu reden und zu sehen, wo das Problem liegt. Aber er ist nicht wichtig für mich.»