dpasport

Lehmann-Rivale Almunia: «Weiß, dass er mich hasst»

So 13 Apr, 15:07 Uhr


London (dpa) - Die Rivalität zwischen Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann und seinem spanischen Teamkollegen Manuel Almunia beim FC Arsenal hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Die jüngsten kritischen Äußerungen des zum Reservisten degradierten Deutschen über Almunia und dessen bisherige Saison-Leistungen konterte der 30 Jahre alte Iberer mit deftigen Worten. «Es ist einfach unglaublich. Ich weiß, dass er mich hasst», sagte der 30-jährige Spanier der britischen Tageszeitung «The Guardian». Lehmanns Haltung sei ihm allerdings gleichgültig: «Er kann sagen, was er will. Er ist mir egal.» Er habe mit Lehmanns Verhalten «tagtäglich» umgehen müssen, seit dieser zum Saison-Auftakt nach zwei Patzern seinen Stammplatz verloren habe, «und sogar davor», erklärte Almunia.

Am 10. April hatte Lehmann seinen Rivalen im «kicker» als eher durchschnittlichen Keeper hingestellt: «Es ist nicht lustig, auf der Bank hinter jemandem zu sitzen, der erst mit 30 angefangen hat zu spielen», sagte der 38 Jahre alte Schlussmann, der - anders als im Club - in der deutschen Nationalelf die unangefochtene Nummer 1 ist. Arsenal-Coach Arsène Wenger hingegen hatte nach wenigen Saisonspielen den Keeper gewechselt und Almunia den Vorzug vor Lehmann gegeben.

Almunia ließ Lehmanns Kritik nicht kommentarlos auf sich sitzen und verhöhnte seinen Mitstreiter. Im Training würde er immer mit Lukasz Fabianski und Vito Mannone, aktuell Nummer 3 und 4 im Arsenal-Tor, arbeiten. «Sie sind sowieso die besseren Torhüter als er», spottete der Spanier. Er scheint auch nicht an einer Verbesserung des Verhältnisses nicht interessiert. Almunia: «Wenn er jemand Wichtiges für mich wäre, würde ich versuchen, mit ihm zu reden und zu sehen, wo das Problem liegt. Aber er ist nicht wichtig für mich.»