dpasport

Friedrichshafens Volleyballer mühevolle 3:2-Sieger

So 13 Apr, 11:24 Uhr


Berlin (dpa) - Der haushohe Favorit und Titelverteidiger VfB Friedrichshafen wankte, fiel aber nicht. Das Team vom Bodensee gewann das erste Spiel der Volleyball-Playoff-Finalserie «best of five» gegen den SCC Berlin knapp mit 3:2.

Nach einem 1:2-Rückstand gelang Friedrichshafen erst im Tiebreak nach 116 Minuten mit 3:2 (23:25, 25:13, 24:26, 25:18, 15:11) der Sieg. Die Mannschaft von Volleyball-Bundestrainer Stelian Moculescu machte damit vor 3200 Zuschauern den ersten Schritt zum achten Double in Meisterschaft und Pokal sowie zum insgesamt 19. nationalen Titelgewinn von 22 möglichen seit 1998.

Im ersten Spiel um Rang drei unterlag der Moerser SC zu Hause 1:3 (19:25, 28:36, 21:25, 22:25) gegen Generali Haching, das in der auf drei Spiele angesetzten Serie bereits am kommenden Mittwoch alles perfekt machen kann. Bei den Frauen stehen die Rote Raben Vilsbiburg nach einem 3:2-Heimsieg über Titelverteidiger Dresdner SC vor dem ersten Titelgewinn. Vier Spieltage vor Schluss hat Vilsbiburg mit 42:10 Punkten sechs Zähler Vorsprung vor Dresden und dem Schweriner SC (je 36:16).

«Das war nicht so einfach. Es war ein hochklassiges Spiel, wir hätten aber 3:1 gewinnen müssen. Den dritten Satz haben wir mehr hergeschenkt, als dass Berlin ihn gewonnen hätte», sagte Moculescu. «Wir haben es Berlin einfach gemacht und viele Punkte leichtfertig vergeben. Es wird auswärts nicht einfacher. Aber wir können es uns einfacher machen, indem wir besser spielen», fügte Nationalspieler Christian Pampel hinzu, der mit 20 Punkten auffälligster Akteur beim Sieger war. In der normalen Bundesliga-Runde hatte der nunmehr in 27 Punktspielen unbesiegte Titelverteidiger beim SCC 0:2 zurückgelegen und trotz eines 11:13-Rückstands im Tiebreak das Blatt noch gewendet.

Friedrichshafen, im Vorjahr durch den Erfolg in der Champions League als erstes europäisches Vereinsteam Triplegewinner, hatte im ersten Endspiel mehr Mühe als erwartet. Selbst nach dem souveränen zweiten Durchgang kamen die Gastgeber gegen den kampfstarken Rivalen nicht wie gewohnt zum Zuge und gaben den dritten Satz trotz einer 21:18-Führung noch ab. Im Tiebreak lag der Gastgeber schon 9:5 in Führung, musste sich aber noch einmal den Anschlusspunkt zum 10:9 gefallen lassen, ehe der Sieg feststand. «Beide Mannschaften sind sehr leidenschaftlich aufgetreten, können aber noch besser spielen. Wir haben uns sehr gut präsentiert und noch Potenzial nach oben», sagte SCC-Trainer Michael Warm und hofft nun auf Revanche in Berlin.