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Schmitt verpasst Podest und verliert Punkte-Rekord

Fr 13 Mär, 20:37 Uhr


Lillehammer (dpa) - Martin Schmitt hat beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer den dritten Saison-Podestplatz knapp verpasst und seinen neun Jahre alten Rekord als bester Punktesammler an Gregor Schlierenzauer verloren.

Beim überlegenen Sieg des Finnen Harri Olli auf dem Olympia-Bakken von 1994 bewies Schmitt mit Rang fünf einmal mehr seine Klasse, flog aber um 4,1 Punkte am Podium vorbei. «Es war ein guter Wettkampf, vor allem der zweite Sprung war sehr gut. Man merkt aber schon, dass die Saison ein Stück andauert und die Kräfte langsam schwinden», bilanzierte der Vize-Weltmeister.

Bei wechselnden Windbedingungen fehlte Schmitt im ersten Versuch das nötige Quäntchen Glück, um ganz vorne mitmischen zu können. Allerdings war sein Sprung auf 128 Meter auch nicht optimal. «Der Sprung war technisch nicht sauber. Von der Weite fehlte doch einiges. Entsprechend unzufrieden bin ich», übte Schmitt Selbstkritik. «Er ist sehr gut geflogen, hat aber einen kleinen Absprungfehler gemacht. Es gibt aber keinen Grund, frustriert zu sein», sagte Bundestrainer Werner Schuster. Im Finale trumpfte Schmitt mit 136,5 Metern dann groß auf und machte noch vier Plätze gut. «Damit kann ich zufrieden sein», sagte der 31-Jährige nach dem viertweitesten Versuch im zweiten Durchgang.

Als Drittplatzierter hinter Olli (135,5+142 Meter) und dem Russen Dmitri Wassiljew (137+133) stockte Weltcup-Spitzenreiter Schlierenzauer sein Konto auf 1838 Punkte auf und löschte damit die Bestmarke von Schmitt, der als Gesamtweltcup-Sieger in der Saison 1999/2000 insgesamt 1833 Zähler gesammelt hatte. Beim Skifliegen in Vikersund kann sich der 19-jährige Österreicher, dessen Vorsprung im Gesamtklassement vor dem Schweizer Simon Ammann 242 Punkte beträgt, vorzeitig die Große Kristallkugel sichern.

Die anderen deutschen Starter hatten mit dem Ausgang einmal mehr nichts zu tun, auch wenn Michael Neumayer nach seinem Absturz von Kuopio als 17. mit Sprüngen von 122 und 126,5 Metern leicht ansteigende Form nachwies. «Es ist gut, dass er sich verbessert hat», meinte Schuster. Michael Uhrmann, der zuletzt ebenfalls das Finale verpasst hatte, blieb dagegen als 21. mit 121,5 und 118,5 Metern erneut hinter den Erwartungen zurück. Stephan Hocke kam mit 115 und 110 Metern nur auf den 29. Platz. «Mit Ausnahme von Martin tun wir uns im Moment etwas schwer», räumte Schuster ein.

 

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