Trainer Benoit Laporte bereitet seine Mannschaft derzeit gewohnt gewissenhaft und akribisch auf das Playoff-Viertelfinale vor, auch wenn der Gegner der Ice Tigers noch nicht feststeht. Von den vier Pre-Playoff-Mannschaften kommen ohnehin nur drei Teams als mögliche Gegner in Frage, da die Hamburg Freezers als Vorrundensiebter auf Berlin treffen würden.
Momentan sieht es sogar nach einem möglichen bayerischen Playoff-Derby gegen Ingolstadt aus, was nicht zuletzt angesichts der geringen Reisestrapazen einige Vorteile hätte. Auch Zuschauermäßig würde die Revanche für das unerwartete Viertelfinal-Aus 2004 attraktiver sein als ein Match-up gegen Hannover oder Düsseldorf.
Die elftägige Pause zwischen dem letzten Vorrundenspiel und dem Playoff-Start ist für Benoit Laporte schon "sehr lange". "Vor allem im ersten Spiel wird es nicht leicht sein, den Rhythmus zu finden", so der Frankokanadier, der angekündigt hat die Ice Tigers nach Saisonende zu verlassen.
Ein Grund dafür ist auch die unklare Finanzsituation in der kommenden Saison. Alleingesellschafter Günther Hertel weigert sich nach wie vor standhaft die Öffentlichkeit darüber zu informieren, ob der Standort Nürnberg gesichert ist oder doch ein mögliches Ende droht. Demzufolge tut sich Sportdirektor Otto Sykora schwer, da ihm konkrete Zahlen über den zur Verfügung stehenden Etat nicht zur Verfügung stehen.
"Wir haben so gute Spieler, dass sich keiner Sorgen machen muss, seinen Job zu verlieren", wurde Laporte unter der Woche in den Nürnberger Nachrichten zitiert. Dennoch wäre es für alle Beteiligten sinnvoll, wenn Hertel noch vor Playoff-Start endlich für klare Verhältnisse sorgen würde. Auch die Fans sind zwischen Playoff-Euphorie und Bangen um den Standort hin- und hergerissen.
Für Aufsehen sorgt derweil eine Plakataktion der Ice Tigers. Toptorjäger Ahren Spylo ist auf sogenannten CLP's (City Light Poster) an Bushaltestellen im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen zu sehen. Der Slogan "Wir sind bereit" soll die Fans und Kufencracks auf eine erfolgreiche Playoff-Serie einstimmen. Scott King und seine Teamkollegen jubeln auf Großwerbeflächen der Metropolregion zusammen mit den Fans unter dem Slogan "Nur gemeinsam sind wir stark".



