2. Bundesliga - Nach Reinfall, keine Konsequenzen

Eurosport - Fr 13.Feb. 13:27:00 2009

Nach dem Investoren-Flop beim TSV 1860 München zieht das Präsidium keine Konsequenzen. "Es ist keine Lösung, den Verein jetzt ohne Kopf dastehen zu lassen", so Präsident Rainer Beeck. Gleichzeitig wurde der 55-jährige Manfred Stoffers als Nachfolger für den beurlaubten Stefan Reuter vorgestellt.

FOOTBALL 2008-2009 2. Bundesliga 1860 München Gebhart - 0

Miroslav Stevic bleibt Sportdirektor. Zudem erklärte die Klubführung ihren Willen, doch noch mit dem Berliner Investor Nicolai Schwarzer ins Geschäft zu kommen.

"Wir sind guten Mutes, dass es mit dem Investor klappt", sagte Beeck, dem der Münchner Oberbürgermeister und Aufsichtsrat Christian Ude (SPD) ebenso wie den weiteren Präsidiumsmitgliedern Franz Maget und Michael Hasenstab "schwerwiegende Fehler" bei dem vorerst abgeblasenen Investoren-Einstieg vorgehalten hatte. "Aber was bringt jetzt ein Köpferollen?", hatte Ude erklärt.

Deal auf "Eis gelegt"

Der überraschend gestoppte Deal mit Schwarzer wurde zwei Tage später vom Präsidium in erster Linie mit vereinsinternen "Kommunikations-Problemen" begründet. In Gesprächen des Vereins mit der DFL soll nun ausgelotet werden, wie man doch noch mit Schwarzer Geschäfte machen kann. "Wir können uns kein Defizit mehr leisten", gestand Beeck vor dem neuen Anlauf ein.

Neu einfädeln soll den "auf Eis gelegten" Investoren-Deal der neue Sprecher der Geschäftsführung, Manfred Stoffers. "Wir werden an dem Punkt ansetzen, wo es Nachbesserungsbedarf gibt bei den Verträgen", kündigte der 55-Jährige an. Stoffers kommt auf Initiative des "Löwen"-Vermarkters IMG. Die Verbindung zu 1860 besteht aus Stoffers' früherer Tätigkeit für den einstigen 1860-Sponsor "Festina".

Stevic freut sich über Vertrauen

"1860 ist für mich kein Job, sondern eine Aufgabe", sagte Stoffers bei seiner Präsentation. Er werde für den Verein "Klinken putzen und auf den Knien rutschen". Eine wichtige Aufgabe für ihn werde es sein, den "durchaus brüskierten Investor" Schwarzer davon zu überzeugen, "dass ein Engagement bei 1860 Sinn macht".

Stevic bleibt - auch ohne Schwarzer - im Amt. "Ich freue mich, dass ich das Vertrauen des Präsidiums und des Aufsichtsrats bekomme. Ich werde meine Kraft dafür einsetzen, dass wir wieder dahinkommen, als ich den Verein als Spieler verlassen habe", sagte der Ex-Profi, der vor einer Woche angetreten war. Stevic meinte damit die Bundesliga. Ziel bleibt der Aufstieg 2010, verkündete auch Beeck: "Wir glauben, Stevic bringt uns nach vorne und hat den nötigen Biss."

Finanzielle Lage schwierig

Trotz der aktuell fehlenden Investoren-Gelder sei nach seinem Kenntnisstand eine "Insolvenz kein akutes Problem" bei 1860, sagte Oberbürgermeister Ude. Die finanzielle Lage des Vereins ist dennoch schwierig. Der Personaldienstleister "Trenkwalder" beendet zum Saisonende sein auf 1,2 Millionen Euro pro Saison geschätztes Engagement als Haupt- und Trikotsponsor. Die Allianz Arena belastet die "Löwen" jährlich mit 5,3 Millionen Euro. Immerhin müsse 1860 die bereits geflossenen Gelder für die ausgeliehenen Abwehrspieler Antonio Rukavina und Nikola Gulan an Schwarzer zumindest nicht sofort zurückzahlen, sagte Beeck: "Zum momentanen Zeitpunkt gibt es kein Signal, dass das Geld zurückgeführt wird."

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

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  1. papiertiger

    Von Ruthard W, am Fr 13.Feb. 12:58
  2. oh mei oh mei de 60er...
    wie wärs mit pingpong oder­ federball, weil beim fussball wird das eh nix mehr­ solang da solche heissen exkicker, bürgermeister und­ sonstige dampfplauderer mitmischen.

    Von Loewenherz, am Mi 11.Feb. 21:20
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