Dakar - Despres gewinnt turbulente Etappe
Fr 13.Jan. 01:53:00 2012
Cyril Despres hat die erste Dakar-Etappe auf peruanischem Boden gewonnen und seinen Vorsprung auf Rivale Marc Coma ausgebaut. Seinem KTM-Stallkonkurrenten nahm der Franzose zwei Minuten ab und vergrößerte daher den Vorsprung in der Gesamtwertung auf 2:22 Minuten.
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Die ersten Kilometer auf peruanischem Boden hatten es in sich. Das Terrain war für alle Teilnehmer Neuland und alleine deshalb nicht einfach. Zudem mussten die ersten Motorradfahrer schon um 04:00 Uhr Ortszeit vom Biwak Richtung Startpunkt losfahren.
Die Wertungsprüfung zwischen Arica und Arequipa war zweigeteilt. Ursprünglich war für die Motorradfahrer eine andere Strecke als für die Automobile vorgesehen, aber starke Regenfälle in den letzten Tagen haben die ausgetrockneten Flussbetten gefüllt.
Deshalb folgten die Motorradfahrer weitestgehend der Route der Automobile, die erst später auf die Reise geschickt wurden. Die Prüfung ging auch gleich turbulent los. Bereits nach 40 Kilometern unterlief den Topfahrern Despres, Coma und Joan Barreda Bort (Husqvarna) ein Navigationsfehler. Sie fanden alle wieder auf den rechten Weg zurück, obwohl Coma etwas länger brauchte.
"Da kam mir Marc entgegen"
Despres sicherte sich seinen vierten Tagessieg in diesem Jahr. Die Überraschung des Tages war Farres Guell, der 1:39 Minuten einbüßte und Zweiter wurde. Rang drei ging an Coma. Der Titelverteidiger hatte 2:01 Minuten Rückstand auf seinen härtesten Konkurrenten. In der Gesamtwertung verlor der Spanier wieder etwas Boden. Despres hatte sich den ganzen Tag an das Hinterrad seines Konkurrenten gehängt und führt nun drei Etappen vor dem Ende mit einem Vorsprung von 2:22 Minuten.
"Bei einer Änderung des Roadbook war eine Piste nicht sehr gut zu erkennen", schildert Despres im Ziel. "Ich habe 100 Meter zu viel zurückgelegt, dann aber erkannt, dass Marc mir entgegen kam, obschon er zwei Minuten vor mir aufgebrochen war", beschreibt er den Navigationsfehler. "Der Tag hatte schon mit einem Bad im kühlen Nass begonnen, als ich die Maschine neben mir her schieben musste. Ein harter Tag."
"Morgen wird es kompliziert"
Die Zeichen auf den vierten Dakar-Sieg stehen gut, auch wenn der Vorsprung noch sehr klein ist. "Der springende Punkt wird sein, ob sich jemand zwischen Marc und mich setzen kann. In jedem Fall kann ich nur attackieren und fahren, sonst nichts", gibt Despres seine weitere Taktik aus. "Morgen wird es kompliziert, aber bei der Dakar ist alles möglich." Genau darauf hofft Coma, der heute Despres nicht vom Hinterrad schütteln konnte.
"Es war eine Mischung aus mehreren Fahrbelägen: Erde, Sand, Stein. Es war absehbar, dass Cyril heute Zeit auf mich gutmachen würde. Ich werde bis zum Schluss alles geben", stellt der Titelverteidiger klar. "Es bleiben mir noch drei Tage dafür. Eine Strategie kann man nicht so leicht festlegen, wenn Cyril vorne Vollgas gibt. Ich muss ihm nur hinterher fahren. Wir werden nicht alles rausholen, aber dennoch dürfte das Tempo wie schon seit dem Beginn der Rallye hoch sein."
Iveco dominiert weiter
Die elfte Etappe zeigte bei den Trucks das gewohnte Bild - die starke Iveco-Mannschaft gab das Tempo vor. Kamaz-Fahrer Andrei Karginow leistete die größte Gegenwehr. Am Ende des ersten Abschnitts hatte Hans Stacey die Nase vorne, gefolgt von seinen Teamkollegen Miki Biasion und Gerard de Rooy.
Karginow lag zu diesem Zeitpunkt sieben Minuten zurück. Im zweiten Abschnitt erhöhte der Russe speziell auf den letzten Kilometern das Tempo und hielt die Iveco-Truppe in Schach. Karginow hatte im Ziel drei Minuten Vorsprung auf Stacey und fünf auf Biasion. De Rooy ließ es am Ende ruhiger angehen und hatte sechseinhalb Minuten Rückstand.
In der Gesamtwertung gab es keine Verschiebung. De Rooy führt weiterhin komfortabel mit einem Polster von 56 Minuten auf Stacey. Artur Ardavichus (Kamaz) verlor heute zwar 14 Minuten (Reifenschaden), doch der Kasache festigte Rang drei.
Höhepunkte der 11. Etappe:
Dakar : Motorbikes
TV-Tipp:
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Gerald Dirnbeck / Motorsport-Total.com
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