Eurosport - Sa 12.Sep. 15:38:00 2009
Armin Veh hat in den 1980er Jahren unter Jupp Heynckes in Mönchengladbach gespielt. Jetzt treffen beide als Trainer aufeinander und der Schüler will seinem Lehrer ein Bein stellen. Zunächst muss Veh jedoch auf diversen Baustellen für Ordnung sorgen. Vor allem im Sturm hat er die Qual der Wahl.
Als der VfL Wolfsburg in der letzten Saison unter Felix Magath deutscher Meister wurde, profitierte das Team vor allem vom kongenialen Angriffs-Dreieck Dzeko-Grafite-Misimovic. Doch die Tor-Fabrik, die in der letzten Saison 60 Treffer produzierte, hat in den letzten Wochen auf Kurzarbeit umgestellt. In vier Bundesliga-Spielen erzielte das Trio zuletzt nur noch vier Tore und auch Edin Dzeko merkte selbstkritisch an: "Es fehlen Stürmer-Tore."
Mit Neuzugang Obafemi Martins drängt inzwischen ein weiterer Stürmer ins Team, der als Einwechselspieler bereits zweimal traf. Gegen Leverkusen könnte der Nigerianer in die Startelf rücken, denn Veh bestätigte gegenüber dem "Kicker": "Wir werden jetzt anfangen zu wechseln."
Dass Dzeko das Opfer der Rochade werden könnte, wollte Veh nicht verneinen. "Das ist im Normalfall so", kommentierte der "Wölfe"-Trainer. Martins hat gute Erinnerungen an Leverkusen. Er machte vor sechs Jahren für Inter Mailand sein erstes Champions League-Spiel gegen die Werkself und erzielte sofort sein erstes Tor. "Diesen Moment werde ich nie vergessen", erzählt er heute.
Dzeko nimmt's gelassen
Dzeko nimmt den drohenden Verweis auf die Auswechselbank noch gelassen. Der Bosnier ahnt, dass Martins seine Chance bekommen wird, sieht den Neuzugang aber nicht als Konkurrenten. "Wir sind ein Team", betont der 26-Tore-Stürmer und fügt an: "In der vergangenen Saison hat es mit mir und "Graffa" gut funktioniert, obwohl wir zu Saisonbeginn auch nicht so gut gespielt haben."
Für Veh, der beim Sensations-Meister ohnehin den vielleicht schwersten Job der Bundesliga übernommen hat, ergeben sich vor dem Spiel gegen seinen Lehrmeister allerdings noch mehr Probleme. Zwar wird Josué wohl wieder zur Verfügung stehen, doch in der Defensive hakt es trotzdem.
Die Mittelfeldspieler Karim Ziani und Ashkan Dejagah arbeiteten zuletzt wenig nach hinten und die Verteidiger Andrea Barzagli, Jan Simunek sowie Alexander Madlung hatten selbst Fehler eingeräumt. Bleibt die Hoffnung, dass Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist, denn viel Spielraum hat Veh nicht. Experimente in der Innenverteidigung lehnt der Trainer ab: "Dort zu rotieren ist schwierig."
Werkself in guter Verfassung
Weniger Probleme hat Leverkusen-Trainer Heynckes. Sein Team hat bisher einen guten Lauf, steht auf Tabellenplatz zwei und scheint den Stürmer-Neuzugang Eren Derdiyok bereits perfekt eingebaut zu haben. Der Schweizer traf in fünf Pflichtspielen bereits vier Mal. In der Länderspiel-Woche musste Heynckes im Training allerdings auf 14 Spieler verzichten. "Das ist ein riesiges Handicap", sagte der 64-Jährige den "Wolfsburger Nachrichten". "Andererseits" sei es, so Heynckes weiter "auch ein Vorteil, weil man hochkarätige Spieler im Kader" habe.
Der Trainer der Leverkusener geht selbstbewusst in das Duell mit seinem ehemaligen Spieler Armin Veh: "Unser Anspruch ist, dass wir in Wolfsburg gewinnen", sagte er und vergaß auch nicht, seinen Nationaltorhüter nochmal hervorzuheben. "Wir spielen diszipliniert, stehen gut und haben in René Adler einen großen Rückhalt." Heynckes weiß, wie er seiner Mannschaft den Rücken stärkt.
TV-Tipp:
Die Star-Fußballer von morgen schon heute auf Eurosport: Bei der U-20-WM in Ägypten kämpft der Nachwuchs der Top-Fußballnationen um die Krone. Auch die Auswahl des DFB ist dabei die U-20-WM ab 24. September LIVE auf Eurosport.
Kommentare 1 - 4 of 4
ich als langer lev und juppi fan sage lev gewinnt heute 3:0 gegen wolfsburg
Grafite wird wieder besser, da bin ich mir ganz sicher. Freu mich aus Spiel heute!
mMn sollte es Grafite treffen und nicht dzeko!!
grafite war noch schlechter als dzeko obwohl der auch schon schlecht war.
ich mag heynkes
gelassener und coolter typ
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