Eurosport - Do 12.Jun. 21:35:00 2008
Nicolas Kiefer hat beim ATP-Turnier in Halle auch die zweite Hürde genommen und steht nach einem 6:2, 5:7 und 6:3-Erfolg gegen den Russen Michail Juschni im Viertelfinale. Der Weltranglisten-Erste Roger Federer baute dank einem 7:5, 6:3 über Jan Vacek seine Rasen-Siegesserie auf 57 Spiele aus.
Der für Blau-Weiß Halle spielende Kiefer, im "deutschen Wimbledon" Sieger von 1999, nahm dem 25-jährigen Russen im ersten Satz den Aufschlag zum 2:0 ab und ließ sich nicht mehr vom Gewinn dieses Durchgangs abbringen. Juschni gab diesen mit einem Doppelfehler frustriert ab. Im zweiten Satz führte der Moskowiter schon 4:2, Kiefer gelang aber das Break zum 4:4-Ausgleich und anschließend das 5:4, ehe er den Faden verlor und sich doch noch beugen musste. Aber spätestens mit dem Break zum 4:2 für den 30-Jährigen im Entscheidungssatz war Juschnis Widerstand gebrochen und "Kiwi" bejubelte seinen Erfolg nach 2:16 Stunden.
"Ich bin froh, dass wir zum Anpfiff von Deutschland gegen Kroatien fertig geworden sind", zeigte sich Fußballfan Kiefer erleichtert. Und genoss den Erfolg vor 7.500 Zuschauern rund um den Centre Court in vollen Zügen: "Es ist ein schönes Gefühl, vor diesem Publikum zu spielen." Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale trifft Kiefer nun auf Michael Llodra. Der "Serve and Volley"-Spezialist aus Frankreich setzte sich gegen den Belgier Steve Darcis mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:3) durch.
Federer gefordert
Federer wurde nach seinem souveränen Auftaktsieg über Michael Berrer in der zweiten Runde erstmals gefordert. Vacek, auf Platz 342 der Weltrangliste geführt, hielt im ersten Satz erstaunlich gut mit und bot der Nummer eins der Welt bis zum Stand von 5:5 Paroli. Dann gelang Federer das erste Break des Matches. Bei eigenem Service holte sich der Basler dann den ersten Durchgang.
Federer agierte keineswegs souverän und leistete sich viele unerzwungene Fehler. Trotzdem nahm der 26-Jährige im zweiten Satz seinem Kontrahenten das Aufschlagspiel zur 5:3-Führung ab, ehe er die Begegnung nach 69 Minuten zu seinen Gunsten entschied. Vacek überzeugte mit schnörkellosem Spiel und zeigte im ersten Vergleich mit Federer eine gute Leistung. "Er hat clever gespielt. Ich konnte mich nicht so richtig lösen", kommentierte der viermalige Halle-Gewinner das Resultat. "Ein bisschen mühsam" sei es gewesen, befand Federer. Nächster Herausforderer des Eidgenossen ist Marcos Baghdatis. Der Zypriote setzte sich gegen Schüttler-Bezwinger Fabrice Santoro aus Frankreich mit 6:4, 6:3 durch.
Kommentare 1 - 3 of 3
an Sonntag.marie ich hoffe du meinst Wimbeldon. Denke mal das Kiefer weit kommen kann. Sofern er nicht gerade Federer oder Djoko vor die Nase bekommt.
Kiefer kann kämpfen.
Kiefer mit 30 als Hoffnung zu bezeichnen.. naja, aber es ist schön das er mal sein potential abrufen kann wenn auch ein wenig spät.
Es war ein spannendes Spiel, dass Kiefer dann im drtten doch noch recht eindeutig gewann. Ich denke Kiefer ist einer der großen Hoffnungen Deutschlands.
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