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Griechische Gewichtheber dürfen in Peking starten

Do 12 Jun, 13:32 Uhr


(sid) Die griechischen Gewichtheber dürfen trotz des Dopingskandals um die nahezu komplette Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start gehen. Der griechische Verband akzeptierte ein vom Exekutivkomitee des Weltverbandes IWF am Rande der Junioren-WM in Cali/Kolumbien ausgesprochenes Rekord-Strafgeld von 450.000 Dollar. Wird die Strafe fristgerecht gezahlt, darf Griechenland Hantelstemmer nach Peking schicken.

Für zwei Jahre gesperrt werden allerdings alle elf griechischen Gewichtheber (fünf Männer, sechs Frauen), die bei einer Trainingskontrolle am 7. März in Athen positiv auf die verbotene Steroid-Substanz Methyltrienolon getestet worden waren. Danach hatte der griechische Verband seine restlichen Auswahlheber von der EM im April in Italien zurückgezogen. Ob alle von Griechenlands Schwerathleten erkämpften acht Peking-Startplätze (fünf Männer und drei Frauen) genutzt werden, ist fraglich.

Die IWF legt üblicherweise 50.000 Dollar als Strafgeld für jeden positiven Dopingfall fest und nutzt diese Mittel nach eigener Aussage komplett für die Finanzierung des eigenen Anti-Doping-Kampfes. Kann ein nationaler Verband nicht zahlen, so wird er von internationalen Wettbewerben auf Zeit ausgeschlossen.

Nachdem im November 2006 gleich neun iranische Auswahl-Heber positiv getestet worden waren, hatte die IWF das bis dahin höchste Strafgeld von 400.000 Dollar verhängt, was der Iran in Raten abzahlen durfte. Jene 400.000 Dollar galten bisher als Obergrenze für Strafgelder.

 

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