Eurosport - Di 12.Mai. 22:39:00 2009
Der Karlsruher SC muss für die zweite Liga planen. Nach einer 2:0-Führung und einer engagierten Leistung unterlagen die Badener Hannover 96 noch mit 2:3 und können den Abstieg wohl kaum noch verhindern. Die Tore für den KSC erzielten Alexander Iashvili und Lars Stindl.
"Wir sehen den Abstieg - wo ist der Kampf?" Mit diesem Spruch waren die Karlsruher Fans ins Stadion gepilgert, um ihrer Mannschaft noch einmal einzuheizen und sie aufzumuntern. Den Kampf hatten die Karlsruher angenommen und ihren Anhängern eine gute Leistung geboten, am Ende aber doch verloren.
1. Halbzeit
Die Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion sahen von Beginn an puren Abstiegskampf. Trainer Edmund Becker hat sein Team gut auf das "Endspiel" eingestellt. Mit dem Anpfiff machten die Badener klar, dass sie die vielleicht letzte Chance nutzen wollten, setzten Hannover 96 unter Druck und kamen zu guten Chancen. Das offensive Spiel und das mutige Anrennen wurde belohnt. Schon in der elften Minute brachte Alexander Iashvili sein Team verdient in Führung. Das Tor verlieh Karlsruhe noch mehr Aufwind. Anstatt sich auf der Führung auszuruhen, rannte der Tabellenletzte weiter an und erzielte durch Lars Stindl das 2:0. Hannover hatte gegen die quirligen Hausherren große Schwierigkeiten in der Defensive und geriet immer wieder kräftig ins Schwimmen.
Doch völlig unerwartet kamen die 96er in die Partie zurück. Ein scheinbar harmloser Schuss von Sergio Pinto in der 40. Minute rutschte Torwart Markus Miller durch die Hände und über die Linie ins Tor. Die Karlsruher ließen sich durch den Anschlusstreffer aus der Ruhe bringen und zu einfachen Fehlern verleiten. Nur fünf Minuten später gelang Mikael Forssell dann sogar der Ausgleich. Sein Teamkollege Jacek Krzynowek hatte Keeper Markus Miller geschickt umkurvt und in die Mitte gepasst. Forssell musste den Ball nur noch über die Linie schieben.
2. Halbzeit
Alles oder 2. Liga war das Motto der zweiten Hälfte des KSC. So gut die erste Hälfte begonnen hatte, so zerfahren startete die Partie in Halbzeit 2. Schiedsrichter Manuel Gräfe musste das Spiel aufgrund vieler Nickeligkeiten immer wieder unterbrechen. Auf beiden Seiten ergaben sich kaum noch Torchancen, doch in der 63. Minute wurde die Hoffnung der Karlsruher auf den Verbleib in der Bundesliga jäh zerstört. Mit einem einfachen Doppelpass schickte Hannover die Karlsruher in Richtung 2. Liga. Dabei passte Hanno Balitsch auf Arnold Bruggink, der wieder Balitsch bediente und dieser verwandelte sicher.
Das Team von Edmund Becker war sichtlich geschockt, versuchte dennoch alles, um den rettenden Strohhalm noch zu finden, schaffte es aber nur noch selten vor das gegnerische Tor. Bei den wenigen Chancen, die sich Karlsruhe noch erspielen konnte, war keine zwingende dabei. Hannover schaffte es dank einer sehr guten Defensivleistung, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Karlsruhes Sportdirektor Rolf Dohmen, Coach Becker, die Spieler, sowie die Fans waren nach dem Abpfiff sichtlich niedergeschlagen und schienen das Unglück noch gar nicht fassen zu können.
Kommentare 1 - 3 of 3
Mann oh Mann schickt bloß diese Trümmertruppe mit Trainer und Vorstand in die Wüste.
Der Hecking kann ja garnichts.
Schade KSC aber ihr leider das Pech gehabt, genauso wie es Nürnberg vorher passiert ist abzusteigen nachdem ihr schon von höherem geträumt habt in der letzten Saison. Aber gegen Hannover 96 als auswärtsschwächstes Team auch noch zu verlieren sagt alles. Bitte schnell abhaken diese Saison
Schade, Karlsruhe! Euch wurde durch ein Tomaten-Gespann ein klares Tor geklaut!!! Normalerweise sollte man solche Gespanne mit Lebenslang bestrafen!!!
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