Dallas (dpa) - Dirk Nowitzki hat einen neuen Coach. Seine Dallas Mavericks haben nach dem Erstrunden-Aus mitten in der heißen Playoff-Phase der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA den Millionen-Deal mit ihrem neuen Cheftrainer Rick Carlisle perfekt gemacht.
Zwei Wochen nach der fristlosen Kündigung des glücklosen Avery Johnson werden die Texaner den ehemaligen Meisterspieler der Boston Celtics als Nachfolger präsentieren. Der 48 Jahre alte Carlisle wird einen mit 17,5 Millionen Dollar dotierten Vier-Jahresvertrag unterschreiben teilte Mavericks-Besitzer Mark Cuban dem Kabelsender ESPN mit.
«Ich bin unglaublich stolz, dass Rick bei uns an Bord ist. Er hat die einzigartige Gabe, dem Team verschiedene Spielauffassungen zu vermitteln. Das passt absolut zu den Mavs», schwärmte Cuban auf der Vereins-Homepage über den «Trainer des Jahres 20001/2002», damals bei den Detroit Pistons. Bereits in der vergangenen Woche hatte Mavericks-Manager Donnie Nelson erste Gespräche mit Carlisle geführt und dabei auch Kapitän Nowitzki miteinbezogen. Johnson war nach dem Erstrunden-Ko. gegen die New Orleans Hornets am 30. April nach dreijähriger Amtszeit gefeuert worden.
«Rick war von Anfang unsere absolut erste Wahl», meinte Nelson. Tatsächlich war Carlisle der einzige Kandidat auf der Liste von Cuban, nachdem der Multimillionär eigentlich schon am 18. März Johnson entlassen und dafür Nelson auf die Bank setzten wollte. Dallas hatte in der regulären Saison eine Heimniederlage gegen die Los Angeles Lakers kassiert, nach der sich Johnson und Cuban in die Haare geraten waren. Das Argument für Nelson lag auf der Hand, weil der 1998 Nowitzki zu den Mavericks geholt hatte.
Carlisle gewann als Spieler 1986 mit Boston die NBA- Meisterschaft und ist der neunte Trainer in der Geschichte der «Mavs». Als Assistenz-Trainer erreichte er mit den Indiana Pacers in der Saison 1999/2000 die Finalspiele, die jedoch gegen die Los Angeles Lakers verloren wurden. Zuletzt war Carlisle als Coach 2007 in Indiana nach 35 Siegen und 47 Niederlagen und zuvor in Detroit gescheitert.
Dafür stehen die Detroit Pistons vor dem Einzug in das Playoff-Halbfinale der Eastern Conference. Richard Hamilton (32 Punkte) führte das Team in Orlando zum 90:89 und der 3:1-Führung in der Serie «Best-of-Seven». Vorrundenprimus Boston Celtics kassierte bei den Cleveland Cavaliers eine 84:108-Niederlage, liegt aber mit 2:1 vorn. In der Western Conference schafften Titelverteidiger San Antonio Spurs (100:80 gegen New Orleans) und Utah Jazz (123:115 n.V. gegen die Lakers) in ihren Serien jeweils den 2:2-Ausgleich.


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