Eurosport - So 12.Apr. 14:05:00 2009
Zeit wird's: Seit der Premiere 1896 hat kein Deutscher mehr Paris-Roubaix gewonnen. Nun aber steht ein starkes Trio bereit, allen voran Heinrich Haussler: Nach zweiten Plätzen bei den Klassikern in San Remo und Flandern soll ihm jetzt beim dritten "Monument" der Eintagesrennen der Coup glücken.
"Ich war jetzt schon zweimal Zweiter. In Roubaix will ich den Pflasterstein", hat der Deutsch-Australier den Siegerpreis fest im Visier. Der Sturz im letzten Rennen sei überwunden, so der Cervelo-Profi: "Ich fühle mich wieder fit, der Sturz bei Gent-Wevelgem hat keine Spuren hinterlassen."
Im belgischen Regen zeigte sich auch Teamkollege Andreas Klier gut in Form, den Routinier muss die Konkurrenz auf jeden Fall auf der Rechnung haben - gerade wenn sich die ganz großen Favoriten zu sehr belauern, könnte seine Stunde schlagen. Daneben hat das Team aus der Schweiz in Thor Hushovd ein drittes Eisen im Feuer. Der Norweger triumphierte schon einmal bei der U23-Ausgabe des Rennens und träumt seitdem vom Sieg bei den "Großen" auf dem Velodrom.
"Nur ein Ziel: Der Sieg"
Dritter deutscher Anwärter auf die Nachfolge von Josef Fischer ist Marcus Burghardt: An seiner starken Verfassung ließ er in den letzen Wochen keinen Zweifel und das nötige Selbstbewusstsein ist auch vorhanden: "Mir liegen solch schwere Klassiker", unterstrich der Tour-Etappensieger, "ich habe mir einen Podestplatz fest vorgenommen."
Doch auch in seinem Columbia-Rennstall gibt es gleich mehrere Anwärter auf den "Pavé". Einerseits Toptalent Edvald Boasson Hagen, der mit 21 Jahre als frisch gekrönter Sieger von Gent-Wevelgem antritt, daneben Routinier George Hincapie, der mit seinen 35 Jahren vielleicht ein letztes Mal auf die 259 Kilometer geht. "Für mich gibt es nur ein Ziel - den Sieg", gab der US-Amerikaner als Marschroute vor. "Dieser Erfolg fehlt mir noch in meiner Karriere und ich weiß nicht, ob ich noch einmal nach Roubaix zurückkomme."
Milram mit "Dauerbrenner"
Das gilt vielleicht auch für den Kapitän bei Milram: Bereits zum 15. Mal geht Servais Knaven in Compiègne an den Start, stets kam er am Ziel in Nordfrankreich an - einmal auch als Sieger. Zum Rekord fehlt ihm noch eine Teilnahme, doch der steht (noch) nicht im Fokus des Niederländers.
"Er wird mit seiner großen Erfahrung die Mannschaft führen", so Christian Henn, Sportlicher Leiter bei Milram. "Wir haben mit ihm, Niki Terpstra und Martin Velits Fahrer, die das Potential für eine Überraschung haben. Auch Markus Eichler sollte man nicht vergessen. Er hat im letzten Jahr gezeigt, dass ihm das Rennen liegt. Es soll wohl trocken bleiben, das würde unserem Team entgegen kommen."
Merckx setzt auf Landsmann
Aber auch ohne den gefürchteten Regen werden die knapp 53 Kilometer Kopfsteinpflaster wieder zu zahllosen Defekten und leider auch manchen Stürzen führen. Umso besser, wenn eine Mannschaft dafür mit mehreren Assen gerüstet ist - wie Quick Step. Dort wartet Tom Boonen genauso wie Haussler trotz toller Form auf den ganz großen Sieg in diesem Frühjahr. Doch schon vor Jahresfrist brachte er mit einem Triumph in Roubaix alle Nörgler zum Verstummen.
Am zweifachen Sieger und "Titelverteidiger" führt kein Weg vorbei - außer die Entwicklung des Rennens und die Teamtaktik, gepaart mit extrem starken Mannschaftskollegen, macht ihm wie bei der Flandern-Rundfahrt einen Strich durch die Rechnung. Denn dort jubelte Stijn Devolder, der nun vom "Pflasterstein-Double" träumt, und Sylvain Chavanel hatte den Sieg lange vor Augen. Auf dem Franzosen ruhen besonders die Hoffnungen der einheimischen Fans.
Topfavorit aber ist Boonen - auch für seinen Landsmann Eddy Merckx: "Es ist die letzte Chance für ihn, sein Frühjahr zu retten. Das wird ihn zusätzlich motivieren", begründet die belgische Rad-Legende in 'L'Equipe' seine Wahl, "außerdem ist er nach 260 Kilometern der Schnellste."
Vielleicht feiern ja die Mannen von Teamchef Patrick Lefevre ein Dreifachsieg - dieses Kunststück gelang dem belgischen Schlitzohr bei Paris-Roubaix nicht erst einmal.
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Kommentare 1 - 9 of 9
Irgendwo Live stream bitte?
Zeit wird's: Seit der Premiere 1896 hat kein Deutscher mehr Paris-Roubaix gewonnen. Nun aber steht ein starkes Trio bereit, allen voran Heinrich Haussler:
mein kommentar bezog sich lediglich auf den artikel, also das ein deutscher mal wieder gewinnen sollte, damit gilt hier schon die schwarz rot goldene brille die angesprochen wurde
natürlich sei es jedem frei wenn er sich für haussler freut
wie gesagt mein kommentar war lediglich zum artikel
@trudx
vielleicht weil man Sport auch ohne schwarz-rot-goldene Brille geniessen kann und einem der Typ einfach so gefällt ?
@trudx weil er ein sympathischer Sportler ist.
haussler ist doch gar nicht mehr lange deutscher
also was freuen wenn er gewinnt
Nix als getürkte kommentare und gedopte angebliche sportler auf dieser page. Würg.
ES schämt euch diesen Betrug zu übertragen.
Ihr lernt es nie.
@eurosport,lucanopoli
eure kommentare wiegen jede Bezahlung auf; einfach köstlich und so einfallsreich :-0)
Da für morgen in der Picardie Regen 12° angekündigt sind, wird's wohl mal wieder ein 'Schlachtfest' werden.
Ich bin mutig und tippe auf 1-Hincapie,2-Boonen,3-Haussler auch weil ich's dem George endlich mal gönne.
Und wenn sich die ganzen 'Radsportfans' in den Armstrongthreads ausgetobt haben, finden sie den Weg ev. auch mal hierher, zum härtesten Eintagesrennen schlechthin.
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