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Masters-Aus für Kaymer und Langer

Sa 12 Apr, 12:26 Uhr


Augusta (dpa) - Martin Kaymer und Bernhard Langer haben bei ihrem ersten gemeinsamen Start auf der US-PGA-Tour der Golfprofis auch gemeinsam die Halbzeit-Qualifikation für das Finale beim 72. US- Masters in Augusta/Georgia verpasst.

Nach einer Aufholjagd lag der 23-jährige Kaymer bei seinem Debüt im Augusta International GC noch bis zum 16. Grün perfekt auf Kurs. Aber nach fünf statt drei Schlägen für das Par-3-Loch fiel er entscheidend zurück und verfehlte mit 148 Schlägen (76+72) den Cut um einen Schlag.

Der zweimalige US-Masters-Sieger Langer war bei seinem Augusta- Debüt 1982 sogar mit 155 Schlägen nach zwei Runden aus dem Wettbewerb geflogen. Nach dem für ihn «Schwarzen Freitag» bei der diesjährigen Ausgabe musste er zum dritten Mal seit 2006 vorzeitig die Koffer packen. Einen Tag nach seinem Pech mit einem Strafschlag wegen eines Regelverstoßes und der 74er-Auftaktrunde reichten 151 Schlägen (74+77) auf Rang 71 nicht. «Der Platz ist nicht für 50-Jährige gebaut», klagte Langer nach der kräftezehrenden Runde bei sommerlichen Temperaturen um 28 Grad Celsius. Seit seinem Sieg 1993 wurde der hügelige Kurs um 500 auf 6808 Meter verlängert. Langer und Kaymer befanden sich als Gescheiterte in bester Gesellschaft: Denn auch der Weltranglisten-3. Ernie Els aus Südafrika verpasste um einen Schlag die Qualifikation für die letzten beiden Runden.

Der viermalige Masters-Champion Tiger Woods (143-72+71) schaffte zwar locker den Cut, doch so richtig in Schwung kam der Amerikaner noch nicht. Als 13. läuft der Favorit mit sieben Schlägen Rückstand Spitzenreiter Trevor Immelman (136) hinterher. Der Südafrikaner verteidigte seine Führung bei dem mit sieben Millionen Dollar dotierten ersten Major des Jahres vor dem US-Profi Brands Snedeker (137). Im Kampf um den Siegerscheck von rund 1,2 Millionen Dollar teilten sich die Amerikaner Steve Flesch und Phil Mickelson sowie der Engländer Ian Poulter (alle je 138) den dritten Rang.

«Ich wollte unbedingt die Schlussrunden erreichen, aber im Endeffekt ist das nicht so schlimm bei diesem ersten Mal. Ich habe so viel gelernt, besser geht's gar nicht», meinte Kaymer erstaunlich entspannt. Vom ersten Tag an hatte sich der in Europa zum Aufsteiger 2007 gewählte «Rookie» unter den 94 Konkurrenten der absoluten Weltspitze in der «Kathedrale des Golfs» wie zu Hause gefühlt.

Mit Langer und den Golf-Legenden Gary Player und Jack Nicklaus hatte «The German Wunderkind» voller Ehrfurcht Trainingsrunden gedreht, um das Gefühl für den Platz zu bekommen. Nach der 76er- Lehrstunde zum Auftakt fühlte er sich vor dem zweiten Durchgang fit im Kopf. «Ich hatte alles unter Kontrolle. Aber es war bitter, ausgerechnet da ein Doppelbogey zu spielen, wo ich mit einem Birdie gerechnet hatte», meinte Kaymer zu seiner zweiten Runde.

Ein Schlag ins Wasser am 16. Grün hatte Langer - bereits aussichtslos zurückliegend - die Motivation im Kampf gegen sich selbst geraubt: «Ich habe einfach nicht mehr die Energie aufgebracht.» Ob er sich noch weiter auf absehbare Zeit den Stress beim Masters in Augusta antun wird, wollte er nicht sagen. Alle Sieger genießen so lange Spielrecht, bis sie selber entscheiden, wann sie aufhören wollen. «Ich möchte nicht wie Gary Player enden. Das würde mir keinen Spaß machen», meinte Langer. Der inzwischen 72 Jahre alte dreimalige US-Masterssieger hatte nach der ersten Runde am Donnerstag mit 83 Schlägen auf dem 94. und letzten Platz gelegen.