Eurosport - Di 11.Sep. 12:14:00 2007
Mit seinem Erfolg auf der Königsetappe der Vuelta hat Denis Menchov seine Führung in der Gesamtwertung verteidigt und seine Ansprüche auf den Gesamtsieg eindrucksvoll untermauert. Im Ziel der 10. Etappe setzte er sich bei der Bergankunft in Andorra-Arcalis gegen seine direkten Konkurrenten durch.
Souverän parierte Menchov alle Angriffe und Tempoverschärfungen im Schlussanstieg, um auf der Zielgeraden dann nicht noch einmal wie am Vortag den Sieg zu verschenken. Locker hielt er Cadel Evans (Australien) und Samuel Sanchez (Spanien) in Schach und feierte seinen ersten Tagessieg bei dieser Vuelta.
Hinauf ins Ziel auf 2200m Höhe kontrollierte der Rabobank-Kapitän das Renngeschehen zu jedem Zeitpunkt und nur der Gesamt-Vierte Sastre war auf den letzten der 214 Kilometer überhaupt in der Lage, den Sieger von 2005 herauszufordern. Evans zeigte sich im Vergleich zur 9. Etappe verbessert, verlor nicht weiter an Boden und bleibt wie Vladimir Efimkin (Russland) ein Anwärter auf das Podium in Madrid.
Menchov klar auf Kurs
Nach den drei vorentscheidenden Tagen mit dem langen Zeitfahren und den beiden Bergankünften liegen damit noch drei Fahrer gefährlich nahe hinter Menchov. Allerdings erwies sich dieser sowohl im Kampf gegen die Uhr als auch in den Anstiegen der Pyrenäen diesen Herausforderern überlegen.
Nach dem ersten Ruhetag gilt es nun für Rabobank, die Gold-Trikot auf den anstehenden leichten bis mittelschweren Etappen zu verteidigen, bevor am Ende der Rundfahrt die letzte Bergankunft und ein abschließendes Zeitfahren über die Podestplätze entscheiden werden.
Freire aus dem Rennen
Der Schweizer Oliver Zaugg schlug sich auf dem längsten Teilstück der Vuelta erneut ausgezeichnet und wurde 14. mit 51 Sekunden Rückstand. Damit verbesserte sich der Kletterer als bester Gerolsteiner-Fahrer auf Rang 19 des Gesamtklassements, sein Rückstand liegt nun bei 11:44 Minuten.
Nicht mehr an den Start der 10. Etappe ging Oscar Freire (Rabobank): Der dreifache Tagessieger stieg aus der Vuelta aus und bereitet sich nun anderweitig gezielt auf die WM in Stuttgart vor.
Andreas Schulz / Eurosport