Eurosport - Do 11.Jun. 15:23:00 2009
Freie Fahrt für Andreas Klöden - Rote Karte des französischen Sportministers Bernard Laporte für Alejandro Valverde und Tom Boonen sowie bevorstehende Enthüllungen. "Valverde und Boonen sind bei der Tour 2009 nicht willkommen", sagte Laporte der damit zum Teil dem Weltverband UCI widersprach.
Valverde wurde vom italienischen Anti-Doping-Komitee gesperrt und Boonen wurde im April erneut positiv auf Kokain getestet. Auch Tour-Chef Christian Prudhomme hatte wie der UCI keine Einwände gegen die Teilnahme des Spaniers und des Belgiers, sowie des höchst umstrittenen Klöden.
Weitere Eruptionen verspricht die Ankündigung von UCI-Chef Pat McQuaid, "in der nächsten Woche" im Rahmen der Blut-Pass-Erhebungen auffällig gewordene Fahrer zu benennen. "Von uns kann keiner dabei sein. Ich habe meine Mannschaft betreffend überhaupt keine Bedenken", sagte Milram- Teamchef Gerry van Gerwen der dpa.
Grünes Licht für Klöden
Der Wahl-Schweizer Klöden hat von höchster Stelle Grünes Licht für seinen Tour-Start erhalten. "Wir haben zur Zeit nichts, was ihn stoppen könnte", sagte McQuaid. Dem Astana-Profi wurde durch die Freiburger Untersuchungskommission nachgewiesen, 2006 während der Tour Eigenblut-Doping in der dortigen Uni-Klinik vorgenommen zu haben. Sein Team hatte den zweifachen Tour-Zweiten bereits in der vergangenen Woche ins vorläufige Tour-Aufgebot gehievt.
"Der Kampf gegen Drogen und die führende Position Frankreichs in diesem Bereich haben Vorrang", erklärte Laporte zur Begründung seiner ablehnenden Haltung gegen Boonen und Valverde. Gegen den Auftritt der beiden Gebrandmarkten bei der gerade laufenden Dauphiné Libéré in den französischen Alpen hatte sich der Minister allerdings nicht zu Wort gemeldet.
"Image des Radsports beschädigt"
McQuaid hatte auf die Disziplinar-Kommission seines Verbandes verwiesen, die den Fall Boonen "nicht vor Beginn der Tour" behandeln wird. Dem Ex-Weltmeister wird von den Sportbehörden lediglich vorgeworfen, das "Image des Radsports beschädigt" zu haben. Sein dreimaliger Kokain-Konsum innerhalb eines Jahres, für den er sich noch gerichtlich verantworten muss, erfolgte jeweils außerhalb des Wettkampfes und ist nach dem Reglement nicht sanktionswürdig. Bei Valverde liegt der Fall anders. Alles andere als ein Startverbot wäre eine Überraschung. Eine Entscheidung soll laut McQuaid "in der nächsten Woche" fallen.
Der spanische Radprofi ist wegen seiner Verbindungen zum mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes für Rennen in Italien durch das dortige Nationale Olympische Komitee (CONI) für zwei Jahre gesperrt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA schloss sich dem Schuldspruch an. Die UCI wird das gleiche tun, wartet aber noch auf die offizielle Begründung des Urteils aus Italien. Einen Vorschlag der Valverde-Mannschaft Caisse d'Épargne, ihn bei der Tour bis zum Grenzübertritt nach Italien auf der 16. Etappe mitfahren zu lassen, wies Prudhomme empört von sich.
Weitere Verdächtige werden bekannt gegeben
"Die Tour 2009 wird das wahrscheinlich am besten kontrollierte Sportereignis der Geschichte werden", prophezeite McQuaid in Paris vollmundig. Zugleich kündigte die UCI die Bekanntmachung "mehrerer" Fahrer an, bei denen Auffälligkeiten im Blutbild festgestellt wurden. Sie würden Anfang der kommenden Woche informiert. Namen oder eine genaue Anzahl nannte der Ire nicht. "Wir werden den Teams und der Tour-Leitung empfehlen, Sanktionen zu ergreifen", sagte McQuaid. Damit gibt es offensichtlich erstmals seit der Einführung der sogenannten biologischen Pässe im Januar 2008 Konsequenzen aus dem hoch gepriesenen und kostspieligen Anti-Doping-Programm.
In Kooperation mit der Französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, die im Vorjahr in Eigenregie sehr effizient kontrollierte und prominente Fahrer wie Bernhard Kohl, Stefan Schumacher oder Riccardo Ricco erwischte, will die UCI bei der Tour 520 Doping-Kontrollen vornehmen.
Kommentare 1 - 20 of 20
Genau Günter, wo bleiben die Fachkommentare. Früher hat man auch nicht über Doping geredet. Da hat man gewartet, bis einer voll mit Medikamenten tot vom Rad gefallen ist, das Peloton hat kurz an der Stelle angehalten und weiter gings. Früher war alles besser.
gedopt wird schon ewig. dieses theater ist heuchlerisch und soll nur einen schönen sport zerstören.
@Guenther:
Doping i s t das wichtigste Fachthema im Rad-"sport" !!!!!
@Freibier für alle he du hast den Busfahrer vergessen der braucht nicht dopen, die kleinen Hügel macht er doch ganz entspannt. Oder muss man zum Gaspedal tretten auch dopen? Grins!!!
Ich verliere so langsam doch auch die Freude am Radsport wg. des Dopings und weil ich mich auch nicht mehr über Siege eines Valverde usw freuen kann usw. Ich weiß nicht, ob ich noch so viel Radsport wie bisher schauen werde oder nicht wirklich besser nur selbst raus fahre mit dem Rad und ganz ungedopt. Ich blicke da auch nicht mehr durch bei den Profis, wer da dopt und wer nicht und wer mit Hundenamen oder anders auf der Fuentesliste stand und doch wieder fahren darf und ich sehe das schon als starkes Indizu für versuchtes Doping, wenn die dort BLutbeutel liegen hatten, denn einen Dolch kannste Dir auch nur als Zirde ins Zimmer hängen, ohne Jemand konkret umbringen zu wollen, aber wer sich die Mühe macht, zu dem Fuentes zu fahren und dort sein Blut behandeln, anreichern lässt, der hat auch nur eine dopingartige Leistungesteigerung im Sinn. Blut spenden um anderen zu helfen, brächte man ja nicht bei Fuentes, sondern beim roten Kreuz und deshalb ist es schon sehr eindeutig, mehr eindeutig als bei dem Vergleich mit dem Dolch, was die bei dem Fuentes suchten.
SEID IHR HIER ALLE GEDOPT; ODER FRISST IHR NUR KEKSE
Warum schreibt man in diesem Forum immer wider von von Doping? Wo bleiben die Fachkommentare?
Das ganze Thema Doping wird m.E. von unserer Presse zu hoch gespielt. Ich bin auch der Auffassung, dass die Operacion Puerto zu stark stilisiert wird. Hat ein Fahrer Blut abgeben, es aber nicht benutzt, so sehe ich noch nicht den Tatbestand des Dopings gegeben. Ich werde ja auch nicht des Mordes angeklagt, nur weil ich mir einen Dolch kaufe.
Wenn ein Fahrer wie Tom Boonen kokst, so ist der Strafbestand gegen das BTM gegeben, nicht aber des Dopings. Ferner, und das sollte man hier auch noch erwähnen, ist der Tatbestand des Dopings nur dann gegeben, wenn während eines Wettkampfes eine wirklich leistungssteigernde Substanz nachgewiesen wird.
So leid mir das Schicksal von Laurent Fignon auch tut, ich hoffe aber, dass es einige Leute(Sportler) zur Vernunft kommen lässt. Amphetamine und Koks können wahrscheinlich nicht die Ursachen für seine Krebserkrankung sein, wohl aber die Einnahme diverser Hormonpräparate.
Die Spätfolgen vieler Medikamente sind heute noch nicht abzusehen!!!
Die Zuschauer wollen Leistung sehen, die Sponsoren auch. Wie gross muss da der Druck eines Profiesportlers sein?
Eigentlich ist es doch langsam egal, ob der Hackfresse Klöden die juristischen Winkelzüge ein Startrecht bringen. Ich würde mich als Deutscher für jeden Etappensieg von diesem Heini fremdschämen
an Sam S
Ich glaube nicht ,dass du Zugang zum Untersuchungsbericht zu Dopingpraktiken an der Uni Freiburg hast ,wir haben doch nur alle die Informtionen die ständig über die Medien verbreitet werden und da ist oft ein wenig Skepsis angebracht. Die Schweizer sind auch nicht viel langsamer als Deutsche ,Spanier u.s.w. im eröffnen eines offiziellen Verfahrens.Wenn ich mich richtig erinnere ,wurde das Verfahren gegen Ullrich gegen Geldstrafe eingestellt.Der Klöden darf zur Tour obwohl deiner Meinung nach klare Beweise vorliegen der Valverde und der Boonen nicht. Komisch,oder.Zur Sache mit der Altsteinzeit.Ich bin wie du der Meinung das es Gesetze und Regeln geben muss,allerdings sollten die auch gleich angewandt werden, ohne Ansehen der Person ,und davon sind wir weit entfernt. Das ist für mich Altsteinzeit
@sam
Ich würde dir das lesen des Berichts der Uni Freiburg nochmal nahelegen...
Dort gibt es keinen Beweis gegen Klöden,nur eine fast 100% stimmige Vermutung.
Ist ein kleiner,aber feiner Unterschied...sonst wäre Klöden weg vom Fenster.
Gestern habe ich gehört, dass auch bei Triathleten, Sprintern, Langläufern und Reitpferden Spuren von Doping gefunden wurden!! Ist ja ein Ding....
Seither bin isch voll dafür, dass alle Radfahrer weiter dopen. Ist doch logisch, oder?
An schneiderralph2000
Lies doch einfach mal den Untersuchungsbericht zur Uniklinik Freiburg. Wenn - typisch Radsport - kein offizielles Verfahren eröffnet wird, dann kann auch niemand offiziell gesperrt werden. Die Schweizer (siehe den eindeutigen Fall Ullrich) sind so langsam, dass die Sportler schon alt und tattrig sind bevor ein Verfahren von SwissCycling eröffnet wird.
Sicher versuchen (zu) viele, mit allen Mitteln zum Erfolg zu kommen: z.B. mit Raub, Mord, Diebstahl und Betrug, in diesem Falle Doping. Aber genau deswegen gibt es ja Regeln: wer erwischt wird, der wird bestraft. Kannst Du Dir eine Gesellschaft vorstellen, in der solche Vergehen nicht bestraft werden? Willkommen in der Altsteinzeit.
der eine hat bisserl weniger gedopt, der ander mehr.
sauerei nicht beide lebenslang zu sperren
klöden wird ständig als potenzieler Dopingsünder von den deutschen sogenannten Dopingexperten an den Pranger gestellt. Es scheint aber keine stichhaltigen Beweise zu geben ,sonst wäre längst ein Verfahren eingeleitet worden b.z.w. er würde gesperrt. Ich
glaube langsam das viele Journalisten mittlerweile Vermutungen als Wahrheiten verkaufen aus reiner Sensationsgier und Geltungssucht.Ausserdem was soll die ganze Dopingschwafelei in einer Gesellschaft wo jeder versucht mit erlaubten oder nicht erlaubten Mitteln besser zu sein als sein Gegenüber.
"Die Tour 2009 wird das wahrscheinlich am besten kontrollierte Sportereignis der Geschichte werden", prophezeite McQuaid in Paris vollmundig.
Ist das jetzt ein Funktionaerssport geworden oder was ? Oder faehrt jetzt dei Anti-Doping Kommision, langsam geht mir das Geschwaetz von den Anti-Doping Heinis auf den Sack.
Vllt einfach den ersten teil genau lesen, ich hab nur nen paar sachen verändert, der erste teil ist das original
das zweite wo ich ein wenig geändedrt habe :-) Eurosport soll mal selbst die fehler berichtigen und nicht ich ;-)
LOL Patrick
positiv aus Kokain? Also nicht bei Eurosport bewerben! Die stellen nur ordentliche Leute ein...
es heißt "...positiv AUF Kokain..."
patrick, du machst dich lächerlich
LOL, Eurosport
Valverde wurde vom italienischen Anti-Doping-Komitee gesperrt und Valverde wurde im April erneut pocitiv aus Kokain getestet. Auch Tour-Chef Christian Prudhomme hatte wie der UCI keine Einwände gegen die Teilnahme de höchst umstrittenen KIöden und der beiden Spanier.
Original Auszug
Tom Boonen ist Belgier und wird es auch bleiben
Dazu der Rechtschreibfehler bei positiv
Richtig:
Valverde wurde vom italienischen Anti-Doping-Komitee gesperrt und Tom Boonen wurde im April erneut positiv aus Kokain getestet. Auch Tour-Chef Christian Prudhomme hatte wie der UCI keine Einwände gegen die Teilnahme des höchst umstrittenen KIöden und der beiden Spanier.
Der beiden Spanier ergibt kein Sinn.
Stellt ma ordentliche Leute ein
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